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DADA- THEMEN ( 1916 - 1923 )

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Kunst und Gesellschaft

Hugo Ball, Tagebuch, 1916 : Statt der Prinzipien Symmetrien und Rhythmen einführen. Die Weltordnungen und Staatsaktionen widerlegen, indem man sie in einen Satzteil oder einen Pinselstrich verwandelt. ( 12.3.16)


Zwischen Sozialismus und Kunst kann ich keinen Ausgleich finden. Wo ist der Weg, der den Traum mit der Wirklichkeit verbindet, und zwar den entlegensten Traum mit der banalsten Wirklichkeit? Wo ist der Weg einer sozialen Produktivität gerade dieser Kunst; einer Anwendung ihrer Prinzipien, die mehr als Kunstgewerbe wäre? Meine artistischen und meine politischen Studien, sie scheinen einander zu widersprechen, und doch bin ich nur bemüht, die Brücke zu finden. Ich leide an einer Wesensspaltung, von der ich zwar immer noch glaube, daß sie ein einziger Blitz verschmelzen kann; aber die Sozietät, wie ich sie sehe und wie ich sie glauben soll, kann ich nicht annehmen und eine andere ist nicht vorhanden. So spiele ich den Sozialismus gegen die Kunst und die Kunst gegen die Moralismen aus, und bleibe vielleicht doch nur ein Romantiker. ( 5.3.1917)

 

 

 

Literatur: 

kunstwissen.de

 
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