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Concept Art ( ab ca. 1968)
............Concept Art 1

Eine Gruppe von Künstlern die sich um Seth Siegelaub in New Yok um 1968 formierten: Lawrenz Weiner, Joseph Kosuth, Robert Barry, Douglas Huebler bilden die erste Welle des Conceptualismus. Diese verwendet vornehmlich Text .

Eine später Gruppe waren John Baldessari, Lauri Anderson, der späte Douglas Huebler, Robert Cuming und David Askevol. Diese Gruppe wendete sich Photo/Text Strategien und anderen Medienstrategien zu, z.B. Lauri Anderson ( Musik und Sprache in der Performance) In der Tradition dieser Gruppe steht auch das Werk von Mike Kelley. 

Die Concept Art beschäftigt sich mit den Konventionen von Kunst als Kommunikationssystem . Es geht um die Grundlagen der Präsentation von Kenntnissen. Die Concept Art beschäftigt sich mitdem Bewußtmachen der Konventionen, die jedem analytischen Erkenntnisprozeß vorausgehen. Concept Art stellt die Frage nach der Natur der Kunst, sie fragt nach ihrem Sinn, schließt die Ästhetik als unkontrollierte Größe aus, lehnt die subjektiven Geschmacksurteile ab und betrachtet die Kunst nur unter dem Aspekt ihrer Funktion und ihrer Verwendung.Die Concept Art stellt also die Analyse des traditionellen Kunstkontextes in den Mittelpunkt ihrer Arbeit .Die Concept Art versucht eine "Entmateriaiisierung" der Kunst zu betreiben, die am allmählichen Verschwinden des Gegenstandes zugunsten des Konzepts und des vergänglichen Materials zu erkennen ist. Diese Entmaterialisierung zeigt das Bemühen, jedes Material in Energie und geistigen Prozeß umzuwandeln. Insbesondere die Conceptual Art privilegiert in ihrer Arbeit den philosophischen Erkenntnisprozeß gegenüber der materialistischen Operation, so dass die Formen irrelevant und im Grunde gleich werden. Der Künstler kann jede Art von Form von der physischen Realität bis zum geschriebenen und gesprochenen Wort benutzen, aber er versucht, den Vorzug dem Konzept zu geben.Da die Conceptual Art das Konzept oder die Idee als operatives Modell ansieht, lehnt sie jeden Expressionismus der Materialien und der Aktionen des Individuums "Künstler" ab. Jede Entität, die außerhalb der Analyse der Kunstkonzepte und -ideen liegt, wird als minderwertig betrachtet.

Da sich die Conceptual Art der Informationskanäle bedient, braucht sie im allgemeinen keine Ausstellungsräume, oft ersetzt die Information, die von Zeitungen oder durch Diskussionen vermittelt wird, die Ausstellung. Die Dokumentation tritt an die Stelle des Gegenstandes und wird wichtig für die Arbeit über das Unsichtbare. Robert Barry beschäftigt sich mit den minimalen Variationen der energetischen Systeme oder auch mit der Undeterminiertheit der "Sache"; die "Durations" von Huebler basieren auf den Erkenntnis- und Wahrnehmungsprozessen, die von einer vorherbestimmten Dauer strukturiert sind, so daß die Aufmerksamkeit auf nicht vorherbestimmte Ereignisse oder Elemente gelenkt wird. Lawrence Weiner informiert über Bestand oder Beseitigung physischer und unphysischer Fakten, während Kosuth mehr analytisch und theoretisch die linguistischen "Kategorien" und die im Wörterbuch aufgeführten"Definitionen" präsentiert.

 

 

Conceptkünstler: Robert Barry, Lawrence Weiner, Douglas Huebler, Joseph Kosuth, Hanne Darboven, On Kawara, Jan Dibbets, Vincenzo Agnetti, Stanley Brown, Victor Burgin, lan Wilson, Hamish Fulton, David Tremlett -
Marcel Broothaers, Dan Graham, Jenny Holzer, Art & language, Tim Ulrichs, Klaus Rinke - George Brecht

 

 

 

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