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Abraham David Christian ( 1950?- )
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Die Gipsplastiken des Beuys-Schülers Abraham David Christian entstammen dem Formenschatz fremder Kulturen, sind gleichsam verdichtetes Formenrepertoire. Die zumeist titellosen Werke schlichter Farbigkeit und elementarer Formgebung erinnern teilweise an Alltagsgegenstände, sakrale Bauwerke, Tempel, Schiffchen, Sanduhr , Stelen.

Einer seiner Ausstellungen ( Neues Museum Weserburg) hat er den Titel "Die Sprache des Menschen" gegeben, weil sein Werk aus den Erlebnissen vieler Reisen und Aufenthalte auf mehreren Kontinenten und derdamit verbundenen tiefen Kenntnis fremder Kulturen und deren Ausdrucksformen bestimmt wird. Immer wiederkehrendes Thema seiner Arbeiten ist der Prozess der Selbstfindung und Erfahrung. So wie der Künstler durch seine Reisen Gemeinsamkeiten in der Formgebung verschiedener Kulturen entdeckte, werden auch für Besucher der Ausstellung Deja-Vu-Erlebnisse unausweichlich sein. Im Grunde handelt sein gesamtes Werk von diesen Verwandtschaften und subtilen Anverwandlungen. Die zumeist titellosen Kunstwerke schlichter Farbigkeit und eleganter Formgebung erinnern teilweise an Alltagsgegenstande oderwohlbekannte sakrale Bauwerke. Ob Tempel, Schiffchen oder Sanduhr, die Skulpturen bieten sich dazu an, vertraute Sehkonventionen auf sie anzuwenden und sie individuell zu benennen. Dennoch - obwohl der weltweit bekannte Kunstler sich durch den Kontakt mit fremden Kulturen zu einer Formensprache universellen Anspruchs inspirieren lasst, haben seine Werke nichts mit Ethnokunst oder gar Exotismus zu tun. "Wir konnen eine Kultur und ein Denken nur dann lebendig erhalten, wenn wir sie mit etwas füttern, das sie nicht selbst sind," sagt Michel Serres. In diesem Sinne ist die Geisteshaltung, in der Christians Skulpturen und Zeichnungen entstanden sind, äußerst lebendig.

 

 

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