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Andre
Breton (1896-1966)
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18.02.1896 Finchebray - 28.09.1966 Paris
"Das Wasserglas im Sturm" (Eluard).
1896 Andre Breton wird in Tinchebray (Orne) geboren(18.2.1896) der frühen Kindheit wichtige Aufenthalte beim Großvater mütterlicherseits in Saint-Brieux.
1900 Übersiedlung der Familie nach Paris College Chaptal. prägende Lektüre von Baudelaire, Mallarme,Huysmans
1906-1912 Höhere Technische Lehranstalt als Vorbereitung zum Medizinstudium.Breton entdecktdas Musee Gustave Moreau, Beginn der Beziehung zu Valery
1914 Erste Lyrikveröffentlichungen in La Phalange.
1915 Einberufung zur Artillerie nach Pontivy. Danach zum Sanitätsdienst nach Nantes. Beschäftigung mit Sigmund Freud
1916 Begegnung mit Jacques Vache. Lektüre Rimbauds. Beginn des Kontakts mit Apollinaire. Bekanntschaft mit Reverdy, Versetzung ins Psychiatrische Zentrum nach Saint-Dizier.
1917 Versetzung nach Paris. Regelmäßiger Umgang mit Apollinaire, bei dem er Soupault kennenlernt. Bekanntschaft mit Aragon
1919 Bekanntschaft mit Eluard. Lektüre Lautreamonts Gründung von "Litterature" mit Soupault und Aragon. Publikation des ersten Gedichtbandes Mont de Piéte. Experimente mit dem Automatismus führen zu den Magnetischen Feldern (dt Die Magnetischen Felder,Edition Text und Kritik 1981). Jacques Vache nimmt sich das Leben
1920 Anstellung bei Jacques Doucet, Mit Soupault die "Stücke Ihr werdet mich vergessen" und "Bitte".(beide dt in Die magnetischen Felder,1981) Aktive Teilnahme an der Dada-Bewegung
1921 Besuch bei Sigmund Freud in Wien. Prozeß gegen Maurice Barres
1922 Scheitern von Bretons Projekt eines internationalen Kongresses Verteidigung des modernen Geistes in Paris, Bruch mit Dada: Vortrag Bretons über die Moderne in Barcelona am 17, November
1923 Skandal anläßlich Tzaras "Coer a gaz"(Gasherz) im Theatre Michel, Gedichtband "Clair de terre"
1924 Flugschrift "Un cadavre" gegen Anatole France führt zur Entlaßung bei Doucet, "Manifest des Surrealismus". Gründung von "La Revolution surrealiste"
1925 Breton liest Trotzkis Buch über Lenin, Skandal beim Festbankett Saint-Pol-Roux. Erste Kunstausstellung.Protest gegen Marokko-Krieg. Manifest "La revolution d'abord et toujours ". Erfindung der Köstlichen Leiche
1926 Breton trifft Nadja. Diskussion über Marxismus und Surrealismus führt zu Bretons Stellungnahme: "Legitime defense"
1927 Eintritt in die Kommunistische Partei. Verkauf der Briefe Valerys aus Protest gegen dessen Eintritt in die Academie Francaise
1928 Nadja erscheint. Aragon und Breton feiern in einer Flugschrift den 50. Geburtstag der Hysterie
1930 Umbenennung der Zeitschrift: "Le Surrealisme au Service de la Revolution". Breton und Eluard schreiben " L immaculee Conception ". Wegen artistischer Tätigkeit aus der Gruppe ausgeschlossene Mitglieder veröffentlichen eine Schmähschrift gegen Breton: "Un Cadavre"
1931 Veröffentlichung eines allegorischen Gedichts auf den weiblichen Körper "Union libre"(anonym)
1932 Breton sammelt 300 Unterschriften bei Kulturschaffenden. um Aragon vor strafrechtlicher Verfolgung wegen dessen Gedicht Front Rouge zu schützen. Aragon bricht mit den Surrealisten, nachdem Breton seine Verteidigungsschrift "Misere de la poesie" veröffentlicht
1933 Breton wird aus dem kommunistischen Künstlerverband Association des Ecrivains et Artistes Revolutionnaires ausgeschlossen
1934 Breton trifft Jacqueline Lamba am 29. Mai. Sie heiraten am 14.August. Die Begegnung wird zum Hauptereignis in " L amour fou " Aus dieser Verbindung geht die Tochter Aube hervor
1935 Breton fahrt mit Eluard zur tschechischen Surrealistengruppe nach Prag . Er wird in Paris vom Internationalen Kongreß zur Verteidigung der Kultur ausgeschlossen, weil er Ilja Ehrenburg wegen Beleidigungen ohrfeigte. Die Surrealisten brechen mit der Komunistischen Partei. Kurzfristiger Zusammenschluß mit Bataille zu Contre-Attaque. Reise auf die Kanarischen Inseln.
1936 Internationale Ausstellung des Surrealismus in London. Objekt - Ausstellung in Paris
1937 Eröffnung der Galerie Gradiva
1938 Große Surrealismus-Ausstellung in Paris. Mexiko-Reise und Besuch bei Trotzki. Gemeinsames Manifest "Für eine unabhängige revolutionäre Kunst."(dt in Das weite Suchen,1981) Auf dieser Basis Gründung der Förderation internationale de l'art revolutionnaire independant
1939 Einberufung Bretons zur Armee
1940 Nach der Entlassung mit Frau und Kind in Marseille, wo er auf Ausreise nach Amerika wartet. Die Zensur der Vichy-Regimes verbietet die "Anthologie des schwarzen Humors".
1941 Schiffsreise über Martinique nach New York.Exil in den USA.
1942 Breton arbeitet als Sprecher der Stimme Amerikas unter der Bedingung, nie den Namen des Papstes aussprechen zu müssen. Mit Marcel Duchamp und Max Ernst in New York Gründung der surrealistischen Zeitschrift "VVV" .Surr. Ausstellung in New York, Mythos der Großen Transparenten. Rede vor Studenten der Universität Yale am 10. Dezember (dt: Die Situation des Surrealismus zwischen den Kriegen in Das weite Suchen,1981)
1943 Trennung von Jaqueline. Breton lernt Elisa kennen.
1944 Reise mit Elisa nach Kanada
1945 Reise nach Arizona und New Mexico. Fourier-Studium. Besuch bei den Hopi-Indianern und Teilnahme an deren Riten. "Ode an Charles Fourier " , Heirat mit Elisa. Reise nach Haiti, wo Bretons Ideen zum Auslösen eines politischen Aufstands beitragen
1946 Rückkehr nach Paris. Rede auf Antonin Artaud.
1947 Internationale SurrealismusAusstellung in Paris mit Bretons Mythenkonzeption. Am 11.April löst Breton an der Sorbonne eine Schlägerei aus, als er gegen die Vorlesung Tristan Tzaras über Surrealismus protestiert.
1948 Unterstützung der Weltbürgerbewegung von Garry Davis. Breton gründet mit Jean Dubuffet und Michel Tapie die Compagnie de l'Art brut mit dem Ziel, Kunst von Außenseitern (Unbekannte, Strafgefangene, Kranke usw.) zu sammeln, zu erforschen und zu schützen
1949 l Ausstellung von Art brut. Affäre um den angeblichen Rimbaud Text La chasse spirituelle, den Breton trotz Widerspruchs renomierter Kritiker als unecht wertet, worauf sich die Fälscher zu erkennen geben (dt Auf frischer Tat , Edition Sirene 1984)
1950 Breton lehnt den Preis der Stadt Paris ab. Erwerb eines Landhauses in Saint-Cirq-Lapopie (Lot), Offener Brief an den Kommunisten Paul Eluard mit der Aufforderung, dieser möge sich für den in Prag zum Tode verurteilten Zavis Kalandar einsetzen(dt Brief in Das weite Suchen,EVA,Frankfurt/M 1981)
1951 Breton wendet sich gegen den sozialistischen Realismus als Methode moralischer Vernichtung
1952 Breton tritt Albert Camus entgegen, der dem Surrealismus Masslosigkeit vorgeworfen hatte. Eröffnung der Galerie A l'Etoile Scelee
1953 Erfindung des poetischen Spiels "L'un dans l'autre"
1956 Herausgabe der Zeitschrift "Le Surrealisme, meme",
1957 Nach einer Umfrage zum Thema magische Kunst veröffentlicht Breton das Ergebnis und seine eigene diesbezügliche Konzeption L'Art magique
1958 Breton setzt sich für verhaftete Krieggsdienstverweigerer im Algerien-Krieg ein
1959 Grosse Surrealismus-Ausstellung EROS in Paris
1960 Ausstellungen in New York und Mailand
1961 Herausgabe der Zeitschrift "La Breche"
1962 Neuausgabe der Manifeste des Surrealismus
1965 Internationale surrealistische Ausstellung Ecart absolu
1966 Breton stirbt am 28. September in Paris
Werke
1919 - Mont de Piéte
1921 -Les champs magnétiques (mit Philippe Soupault; dt. Die magnetischen Felder, Edition Text und Kritik München 1981 Ü:Ré Soupauld u.Eugen Helmle)
Vous m´oblierez (mit Soupaul) dt Ihr werdet mich vergessen in Die magnetischen Felder,1981
s´il vous plait (mit Soupault) dt Bitte in Die magnetischen Felder,1981
1922Entrée des Mediums (dt Eintritt der Medien in Desnos :Die Abenteuer des Freeibeuters Sanglott Rogner und Bernhard, München, 1973 Ü:Johannes Hübner)
1923Clair de terre, poemes( Erdschein in Der weisshaarige Revolver ,Edition Sirene,Berlin 1984 Ü: Wolfgang Schmidt)
1924Manifeste du surréalisme. (in Manifeste des Surrealismus ,Rowohlt,Reinbeck, 1968 Ü:Ruth Henry)
Poisson soluble (dt. Löslicher Fisch, Edition Sirene, Berlin 1982 Ü:Wolfgang Schmidt)
Les pas perdus (dt Die verlorenen Schritte , Essays ,Glossen,Manifestre , Edition Tiamat,1989 Ü:Holger Fock)
Lettre sur Marlamé
Léon Trotzki,Lénine ( RS5)
1926 - Légitime défense
1927 - Introduction au discours sur le peu de realite
1928- Nadja ( Pfullingen,1960; Suhrkamp Verlag 1974 Ü:Max Hölzer )Le surrealisme et la peinture ( Der Surrealismus und die Malerei tw.dt.in Metken Als die Surrealisten noch Recht hatten ,Wolke, 1981)
1929 - Notes sur la Poesie RS 12 (zus.m Paul Eluard, dt in Die unbefleckte Empfängnis , 1988,und in Metken Als die Surrealisten ...1981,Ü:Irmgardt Raute-Welsch)
1930 - Second Manifeste du Surrealisme (Zweites Manifest des Surrealismus in dt Manifeste des Surrealismus,1968)L'lmmaculee Conception (mit Paul Eluard; dt. Die unbefleckte Empfängnis, Rogner und Bernhard bei 2001,München 1974,1988)
Ralentir travaux (zus. mit Char ,Eluard dt. Vorsicht Baustelle ,Edition Sirene 1988,Ü.Wolfgang Schmidt)
1931 - L'union libre (anonym) (dt. Freie Liebe, Frankfurt [Main] 1960,dt Die freie Vereinigung,in der weisshaarige Revolver,Sirene
1932 - Les vases communicants (dt. Die kommunizierenden Röhren,Rogner u.Bernhard, München 1988 Ü:Elisabeth Lenk u.Fritz Meyer)Le revolver a cheveux blancs, poemes (Der weisshaarige Revolver ,Edition Sirene,Berlin 1984)
Misère de la poésie: l'affaire Aragon devant l'opinion publique. Paris 1932
1934 - Qu'est-ce que le surréalisme? (dt. Was will der Surrealismus in Die Manifeste des Surrealismus , 1968)Point du jour
L'air de l'eau, poemes (dt:Die Weise des Wassers in Der weisshaarige revolver,Sirene,1984)
1935Position politique du surréalisme:
position politique de l´art d´aujourd´hui (dt. Der politische Standort der heutigen Kunst in: Metken,Als die Surrealisten ...,Wolke 1983)
Du temps que les surrealistes avaient raison (dt Als die Surrealisten noch recht hatten (in Die Manifeste des Surrealismus,1968)
1936Notes sur la poesie (mit Paul Eluard; dt. Noten zur Dichtung, in die unbefleckte Empfängnis , R&B, München 1988)
Au lavoir noir (dt Am schwarzen Waschstein in Der weisshaarige Revolver,Sirene,Berlin 1984)
1937Le château étoilé ;
L'amour fou (dt.L'amour fou , München 1970,Suhrkamp Verlag Frankfurt/M 1975)
De l'humour noir
1938Trajectoire du rêve;
Dictonnaire abrégé du surréalisme
Pour un art révolutionnaire indépendant (mit Diego Rivera) (dt. Manifest "Für eine unabhängige revolutionäre Kunst." in: Das Weite suchen, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt/M 1981 Ü:Lothar Baier)
1940Anthologie de l'humour noir (dt. Anthologie des schwarzen Humors, Rogner und Bernhard,München 1972)
1941Fata Morgana
1942Prolégomènes â un troisième manifest...NY,(dt Prologomena zu einem dritten Manifest des Surrealismus oder nicht(in Die Manifeste des Surrealismus,1968)
1943Pleine marge
1944Arcane 17 (Arkanum 17, Matthes und Seitz ,München 1993 Ü:Heribert Becker)
1945Situation du surrealisme entre les deux guerres (dt.Die Situation des Surrealismus zwischen den Kriegen in: Das Weite suchen )
1946Young cherry trees secured against hares
Yves Tanguy
1947Ode a Charles Fourier (dt. Ode an Charles Fourier ,Karin Kramer verlag,Berlin, 1982 Ü:Heribert Becker)
1948Martinique charmeuse de serpents (mit Andre Masson; dt. Martinique Kreolischer Dialog, Frankfurt [Main]
La Lampe dans l´horloge (dt Die Lampe in der Uhr in Das weite Suchen, 1981)
Poèmes
1949Flagrant délit (dt Auf frischer Tat , Edition Sirene 1984)
Au regard des divinités
1952Memoiren Entretiens (1913-1952) avec Andre Parinaud, Paris 1952 (dt. Gespräche, Berlin/ West 1984, Verlag der Kunst,Dresden, 1996)
1953La clè des champs, Aufsätze (dt. Teilübersetzung: Das Weite suchen, EVA,Frankfurt/M 1981)
Was der Surrealismus will(in Die Manifeste des Surrealismus,1968)
1954Farouche à quatre feuilles (mit Lise Deharme,Julien Gracq,Jean Tardieu)
Les manifestes du surréalisme
1957L'art magique (mit Gerard Legrand)
1959Constellations
1960Poésies et autre
1961Le La
Sur la Route de San Romano (dt Auf der Strasse nach San Romano in ,Barck ,Surrealismus in Paris )
1968Signe ascendant
1970Perspective cavalière
L´Un dans le autre
Zeitschriften :
Sekundärliteratur
CEuvres Completes, 2 Bde. Paris 1988 (Bibliotheque de La Pleiade). Henri Behar, Les pensies d'Andre Breton. Guide alphabetique, Paris 1988.
Links

[Andre Breton ](Französisch) André Breton écrivain, par Etienne-Alain Hubert et Philippe Bernier Aubes /Demander secours aux poètes/Pourquoi écrivez-vous ?/L'écriture automatique/Vers ce qui nous réclame/Le Manifeste du surréalisme/La Révolution surréaliste/Le groupe surréaliste/Nadja, « l'âme errante » (1928)/1930-1941 : l'action et le rêve/L'Amour fou//Mythe et utopie/Arcane 17/(1944)/L'art primitif et l'art des fous :/La Clé des champs/Le surréalisme et la peinture/Bibliographie
29.12.2003
gespiegelte Seite von [Twokmi Kimali]
Literatur: