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Ernst Barlach ( 1870- 1938)

Barlach arbeitet als Bildhauer, Grafiker und Dichter der unter dem Eindruck des Expressionismus steht. Geboren wurde er in Wedel (Holstein) am 2.1. 1870. Gestorben ist er in Rostock am 24.10. 1938. Auf einer Russlandreise im Jahr 1906 kam er in Kontakt mit der russischen Volkskunst und wurde besonders durch die Holzschnitzerei beeinflusst. 1910 ließ er sich in Güstrow nieder, wo er trotz Verfolgung durch die Nationalsozialisten bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.

Seine Skulptuen sind Holz- und Bronzebildwerke von starker Ausdruckskraft ,die den Menschen als leidende, gedemütigte Kreatur, aber auch von Visionen erfüllt darstellen. Er vereinfacht das Naturvorbild in in wuchtigen Formen und verzcihtet auf eine farbliche Fassung. Das Naturmaterial kommt dadurch sehr zur Geltung und ist Mittrager der Ausdruckskraft. Daneben fertigt er Holzschnitte und Lithographien, auch für eigene Dichtungen. Barlach schrieb Prosa und Theaterstücke die den Kampf zwischen. Mächten des Lebens, zwischen Gut und Böse, Seele und Gott in bildreicher Sprache fassen. Die Ernst-Barlach-Gedenkstätte in Güstrow umfasst die Gertrudenkapelle (15.Jh.) mit zahlreichen Plastiken und sein Atelierhaus, weitere Werke zeigt das Ernst-Barlach-Haus (seit 1960) in Wedel bei Hamburg.

Skulpturen:

  • Ehrenmal im Dom zu Güstrow (»Schwebender Engel«, 1927, eingeschmolzen . Neuguss nach dem Exemplar in der Kölner Antoniterkirche)
  • »Geistkämpfer«, vor der Nikolaikirche, Kiel (1927/28)
  • Nischenfiguren an der Katharinenkirche in Lübeck (193033)
  • Kruzifix, Elisabethkirche, Marburg (1931)
  • Mahnmal im Dom von Magdeburg (1931).

Theaterstücke:

  • Der tote Tag (1912); Der arme Vetter (1918); Die Sündflut (1924); Der blaue Boll (1926); Der Graf von Ratzeburg (1951).

Prosa:

  • E.B. Ein selbsterzähltes Leben (1928); Seespeck (1948, entstanden 1913/14)

 

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