<<...


....Neues deutsches Design ( 1980- )

 

„Wohnen von Sinnen" Ausstellungstitel von Volker Albus 1987, Düsseldorf

Pentagon: Neues deutsches Design

Das deutsche Autoren-Design begann mit Design-Galerien und endete schon bald in Museen. Christian Borngräber hatte die Devise ausgegeben: „Der Sehnerv darf gereizt werden, das Sitzfleisch nicht", und zwischen Berlin und Köln, Hamburg und Frankfurt werkelten Designer und Designer-Gruppen an Geschweißtem und Geschraubtem, mit Stahl und Fundstücken aus der Warenwelt. Das meiste blieb Prototyp oder limitierte Kleinserie. Zum Erfolgsstück des neuen deutschen Design wurde das „verspannte Regal" von Wolfgang Laubersheimer, der zur Kölner Design-Gruppe „Pentagon" gehörte.

Frogdesign: 1969 gründete Hartmut Esslinger (*1944) noch während des Studiums sein Design-Büro, das seit 1982 unter dem Namen Frogdesign firmiert. Nach frühen Erfolgen mit Hifi-Gerä-ten für Wega und Armaturen für Grohe wurde das mittlerweile in Silicon Valley angesiedelte Büro in den achtziger Jahren vor allem durch Computergehäuse für Apple und NeXT bekannt. Wie Dieter Rams ist Hartmut Esslinger Porsche-Fahrer, seine Arbeiten hat er im Verhältnis zum Braun-Chef-Designer einmal so charakterisiert: „Die Entwürfe von Dieter Rams sind cool wie das Modern Jazz Quartet, unsere sind heiß wie die Rolling Stones."

 

„Laboratorium der Zivilisation" :1991 begann in Darmstadt das mit dem Werkbund verbundene, von Regine Halter und Bernd Meurer geleitete seine Arbeit: eine Akademie ohne feste Mitglieder für die Untersuchung der Zusammenhänge von Design und Nutzern, an der unter Design freilich anderes verstanden wird als exquisite Oberflächengestaltung. Der Theorie-Workshop mit praktischen Konsequenzen beschäftigt sich mit „Entwürfen des Verstehens" und dem Zusammenhang von technischen und psychosozialen Neuerungen ebenso wie mit der Verknüpfung von virtuellen und realen Räumen.

 

 

1990 - Für die Wiederkehr des Dekorativen, das so schön zur Lebensform des „Cocooning" (sich einspinnen) paßt, stehen Borek Sipek und Matteo Thun. Das Design hat Türgriffe und Zahnbürsten erreicht.  

 

 

kunstwissen.de

 
>