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... Arne Jacobsen (1902-1971)

Der dänische Architekt Arne Emil Jacobsen, der den Internationalen Stil in einer höchst verfeinerten und äußerst konsequenten Form präsentiert, baute bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg vor allem Privathäuser und Wohnsiedlungen. Das Rathaus von Rodovre bei Kopenhagen ist eines der hervorragendsten Werke des Architekten aus den Nachkriegsjahren. In den 60er Jahren erhielt er zahlreiche Aufträge, u.a. die Mainzer Stadthalle (1970-1974), die er gemeinsam mit seinem Partner Otto Weitling ausführte. Jacobsen wurde auch als Designer formschöner Möbel und Eßbestecke bekannt. Gebaute Beispiele, veröffentlichte Arbeiten und Darlegung eigener Auffassungen.

1902 Arne Emil Jacobsen kommt am 11. Februar als Sohn des Großhändlers Johan Jacobsen und seiner Frau Pouline, geb. Salmonsen, im Bezirk Osterbro, Kopenhagen, zur Welt.

1924 Abschluß der Bauklasse der Technischen Hochschule in der Ahlefeldtsgade, Kopenhagen. Aufnahme in der Architekturklasse der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen (Lehrer: Kay Fisker, Ivar Bentsen und Kai Gottlob)

1925 Reisen durch Frankreich und Italien. Mitarbeit bei Kay Fisker am dänischen Pavillon der Pariser Weltausstellung Silbermedaille für einen Stuhl bei der Weltausstellung

1927 Abschluss an der Kunstakademie, Projekt: Wohnungen, Hotel, Restaurant und Tennisklub in Klampenborg .Heirat mit Marie Jelstrup Holm. Aus der Ehe gehen die Söhne Johan und Niels hervor. Teilnahme an der Frühjahrsausstellung in Charlottenborg, Kopenhagen, mit einer Bibliothekseinrichtung. Anstellung beim Stadtbauamt der Gemeinde Kopenhagen (bis 1929). Mitarbeit u.a. an einem Musikpavillon, an Wetterunterständen und Eingangsbereichen

1928 Kleine Goldmedaille der Kunstakademie für das Projekt eines Nationalmuseums in Cottagepark, Klampenborg

1929 Gründung des eigenen Architekturbüros

1930 Stipendium der Kunstakademie Kopenhagen

1936 Eckersberg-Medaille

1943 Flucht nach Schweden und Exil bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

1954 Ehrenpreis der Internationalen Kunst- und Architekturausstellung in Sao Paulo für sein Massey-Harris-Gebäude

1955 Mitglied des Akademierates (bis 1971)

1956 C.F. Hansen-Medaille. Professur an der Kunstakademie Kopenhagen (bis 1965)

1957 Grand Prix der XI. Triennale in Mailand für den Stuhl EH 4130 (später "Grand Prix" genannt) und Silbermedaille für den Acryl-Lautsprecher für die Firma Paul Lehmbeck

1958 Jurymitglied für den neu gestifteten dänischen Architekturpreis "Traeprisen" (Holzpreis)

1961 Le Grand Prix International du Comite de L'Architecture d'Aujourd'hui, Paris

1962 Ehrenmedaille des Akademischen Architektenverbandes Prinz Eugen-Medaille, Schweden. Mitglied des American Institute of Architects

1963 Fritz- Schumacher-Preis. Hamburg. Bronzemedaille und Ehrenmitgliedschaft des Royal Institute of British Architects

1964 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin

1965 Mitglied des Accademia Nazionale di San Luca, Rom

Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Belgrad

1966 - 1971 viele Ehrendoktorwürdigungen weltweit.

 

 

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