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.....Arts&Crafts

Die Möbel des Arts and Crafts Movement Als Reaktion gegen mangelnde Originalität, gegen den Untergang des Handwerkes durch industrielle Fertigung und eine vom Historismus aufgezwungene zweckferne Formung der Möbel, wurde 1861 das Arts and Crafts Movement von dem englischen Dichter und Designer William Morris gegründet. Mit dem Architekten Philip Webb und den Malern Ford Madox Brown und Edward Burne-Jones strebte Morris nach einer Rückbesinnung auf die mittelalterlichen Traditionen der Handwerkskunst. Die Gruppe stellte Entwürfe für jeden Bereich der angewandten Kunst zur Verfügung, um sie auf das Niveau der schönen Künste emporzuheben. Ihre Möbel, die vollkommene Handwerkskunst sein sollten, holten ihre Anregungen auf dem Land, wie sie auch ihre Zukunft in einem ländlich geprägten Stil sahen. Man bestand auf einer unbehandelten Holzoberfläche, orientierte sich an einfachen Bauernmöbeln und verwies auf sehr vordergründige Art auf die Konstruktion. Morris' Vorstellungen wurden in volkstümlicher Sprache von dem englischen Architekten und Schriftsteller Charles Eastlake in seinen äußerst erfolgreichen Hints on Household Taste in Furniture, Upholstery and other Details (1868) dargestellt. Eastlake setzte sich für eine Rückbesinnung auf einfache, geradlinige Entwürfe ein, die in Eiche und Obstbaum gearbeitet waren. In Deutschland hatte die Arts-and-Crafts-Bewegung nicht nur formale Auswirkungen, sondern war bedeutend für die Entwicklung des Wohnens im Grünen. Der Berliner Architekt Hermann Muthesius kam 1896, am Todestag von Morris, in England an und blieb sieben Jahre, um dort sein Konzept einer Gartenstadt zu entwickeln. Es gelang ihm später gemeinsam mit Theodor Fischer, Bruno Paul, Peter Behrens, Richard Riemerschmid, Paul Schultze-Naumburg und anderen, eine bis dahin nie gekannte Assoziation von Künstlern, Fabrikanten und Kaufleuten ins Leben zu rufen, die in die Gründung des Deutschen Werkbundes mündete (1907) und sich um die Herstellung funktionaler, zweckgebundener Möbel in schöner Form bemühte.

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