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....Studio Alchimia ( 1976 )

„Studio Alchimia", das intellektuelle Labor, in dem dreidimensionale Thesen erprobt wurden, ist 1976 von dem Architekten und Aktionskünstler Alessandro Guerriero gegründet worden. „Bau.Haus" hieß eine der ersten Alchimia-Kollektionen von 1979, an der neben Mendini auch Andrea Branzi, Etto-re Sottsass und Michele De Lucchi beteiligt waren. Banal-Design und Kitsch waren die bevorzugten Themen. „Re-Design" ironisierte die modernen „Klassiker" von Marcel Breuer, Charles Rennie Mackintosh oder Gerrit Rietveld. Die Abkehr von funktionalistischen Prinzipien der Formgestaltung einte die Protagonisten von Alchimia mit der fünf Jahre später gegründeten Gruppe Memphis. Doch Methoden und Ziele der beiden Strömungen, die zeitweise parallel bestanden, unterschiedensich grundlegend. Guerriero plädierte in seinen Manifesten für „das neue Handwerk" - ein Gedanke, der dem Memphis-Protagonisten Sottsass fern lag.

Alchimia führte seiner Ansicht nach nicht weiter als all die Radical- und Anti-Design-Bemühungen, die letztlich nur „zehn oder fünfzehn Jahre des Debat-tierens und der allgemeinen Aufregung" gebracht hatten. Sottsass wollte unter Marktbedingungen experimentieren. Alessandro Mendini dagegen verstand Alchimia als rückwärtsgewandtes Forschungsprojekt. Objekte der Vergangenheit waren das Spielmaterial, das es neu zu kombinieren galt. Im holländischen Groningen baute Mendini zusammen mit De Lucchi und Philippe Starck ein Museum. Mit dem bizarren Bau setzte sich das schrille Design der achtziger Jahre ein letztes Monument (

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