<<...


....Äypten

Ägyptische Möbel Aufgrund des trockenen Klimas in Ägypten und der konservierenden Begräbnistechniken der Ägypter haben sich Hocker, Tische, Stühle und Liegen aus der Zeit des Alten Reiches erhalten, und Wandmalereien geben Einblick in die Verwendung von Möbeln beim ägyptischen Adel. Form und Konstruktionsprinzipien der im alten Ägypten benützten Möbel dienten als Vorbild für unsere heutigen Möbel. Bei großen Stücken, besonders bei Sitzmöbeln und Tischen, wird noch immer die in Ägypten gebräuchliche Methode der Verzapfung angewendet, wenngleich die Zapfen inzwischen durch Holzdübel ersetzt werden. Im antiken Ägypten wurden die kostbareren Kisten und Truhen mit Hilfe von Schwalbenschwanzverbindungen hergestellt, einer der immer noch gebräuchlichsten Holzverbindungen im Schreinerhandwerk. Ein ägyptischer Hocker, der auf einer Holztafel (um 2800 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) aus dem Grab des Hesire dargestellt ist, wird von Tierbeinen getragen. Er unterscheidet sich nicht wesentlich von einem Stuhl (um 1325 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) aus dem Grab des Tutanchamun eines Pharaos aus der Zeit des Neuen Reiches.

Stuhl, Tisch, Liege und Baldachin (um 2600 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) aus dem Grab der Königin Hetepheres aus der 4. Dynastie bei Gise konnte man aus Resten ihres Goldmantels erschließen. Der Stuhl hatte Tierbeine, eine feste Rückenlehne und Armlehnen aus Tafelwerk. Das Bett, das am Kopfende höher war, besaß je eine Kopf- und Fußstütze. Als Schmuck waren auf einigen Möbelstücken Reliefs mit Göttersymbolen und Kultszenen angebracht. Andere Tische und Hocker waren einfach, aber exakt gearbeitet. Es ist vorstellbar, dass man sie ursprünglich mit einer geprägten Metallummantelung verziert hatte.

Auf Wandmalereien erhaltene Abbildungen von Möbelstücken weisen auf eine große Bandbreite an Ornamenten hin. Stühle und Tische wurden vergoldet, Tafelungen von Truhen und andere Oberflächen mit Intarsien aus Elfenbein und anderen Materialien verschönert.

kunstwissen.de

 
>