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Pinky und Brain Nr. 2: "Mäuse in Pink"

Autoren: Jesse McCann; Shalin McLaughlin
Zeichnungen: Walter Carzon
Ðbersetzung: Marc Hillefeld
Lettering: Haggi

Pinky & Brain erscheint monatlich im Dino-Verlag für 4,90 D
M Ok , Leute, endlich ist es wieder soweit - und der zweite Comic der beiden gentechnisch veränderten Mäuse Pinky und Brain liegt in meinen Händen(?). (* Wozu das Fragezeichen - sind Deine Hände etwa auch gentechnisch verändert? Hi übrigens! Heike) Diesmal werden uns gleich 3 Geschichten in einem Band präsentiert, in dem der Name Programm der ersten ist. Es handelt sich hier um eine hervorragende Parodie des Kinowelthits „Men in Black“. Alles beginnt damit, daþ Pinky und Brain eine Botschaft von tanzwütigen auþerirdischen Partylöwen bekommen, die jede Menge Gold und Diamanten an denjenigen aushändigen, der ihnen sagt, wo eine „coole“ Disco-Party steigt. Also schickt Brain (Elton Brain) die Aliens nach Las Vegas, und wie danken es die Monster? Sie schenken P&B unechte Schätze und zerlegen gleichzeitig auch noch unsere Heimatwelt. Das wollen sich unsere beiden Helden natürlich nicht gefallen lassen und gründen deshalb die AILEN-Bekämpfungseinheit „Mäuse in Pink“! Dies geschieht natürlich nicht ganz uneigennützig, denn Brain erfindet ein Verblitzdingsbumsgerät, mit dem man Leute dazu bringt, das soeben Geschehene nie wieder zu vergessen (also genau das Gegenteil des Film-Originals), um so zu erreichen, daþ alle Leute wissen: Brain ist der wahre Weltherrscher, wenn er die Aliens besiegt! Nun machen sich die beiden auf die Jagd, und es folgt eine wahnwitzige Parodie auf Will Smiths Filmsong!! Während die beiden ihr Ständchen vortragen, fangen sie nebenbei alle Auþerirdischen ein, bis natürlich auf den Stärksten. Als es nun darum geht, diesen Oberfiesling zu vernichten, sieht es erst so aus, als seien sie überlegen. Es gelingt zwar - wenn auch nur mit allergröþter List - das Monster zu besiegen, doch leider ist Brain der Ruhm durch einen dummen Zufall wieder verwehrt.


Die zweite Geschichte heisst „Brinky 1/2“ und stellt eine Parodie auf „Ranma 1/2“ dar. Brain will im fernen Osten in einen Brunnen springen, der ihm wahrhaft übermäusliche Kampfkünste verleiht, um so die Weltherrschaft an sich reiþen zu können. Als der besagte Brunnen gefunden ist, passiert Pinky leider das Miþgeschick, daþ er zusammen mit Brain in den Brunnen fällt. Heraus kommt nun „Brinky“, quasi ein Zwitterwesen. Brinky geht/gehen nun zum ultimativen Kampfsportturnier, doch während der Kämpfe zeigt sich, daþ Brain sich, wann immer er mit heiþem Wasser in Berührung kommt, in Pinky verwandelt. Pinky stellt sich beim Kampf allerdings nicht sehr geschickt an, doch glücklicherweise macht kaltes Wasser den ganzen Prozeþ wieder rückgängig. P&B gewinnen natürlich nicht das Turnier, obwohl sie sich wacker schlagen. Als sie schlieþlich in eine lauwarme Suppe fallen, „spaltet“ sich Brinky wieder, und P&B existieren wieder als Individuen. Für alle Ranma-Fans ist die Geschichte wohl recht nett, ich allerdings war nicht sehr begeistert, denn es fehlte einfach an dem typischen Humor der beiden.


Die letzte Story ist dafür wieder umso besser. Sie heiþt „Der letzte Narf“ und ist eine sehr gut gelungene Sherlock-Holmes-Veräppelung. Dabei ist Brain auf der Spur dessen, der alle Brain-Pläne zum Scheitern bringt. Also begeben sich P&B zusammen mit Holmes und Watson in eine Schenke, in der sich auch Holmes’ Gegner Prof. Moriarty aufhält - sowie Brains Erzfeind, der ebenfalls die Weltherrschaft an sich reiþen will. Es ist der Hamster(!) Snowball! Dabei stellt sich sogar heraus, daþ der brillante Moriarty von jenem Hamster voll und ganz kontrolliert wird! Sogleich begibt sich Snowball auf die Flucht in die Schweiz. Schlieþlich führt die Spur unsere Helden in die Berge, in denen es zu einem erbitterten Kampf zwischen Brain und Snowball kommt. Als Folge desselben stürzen beide in einen eiskalten Fluþ - Brain wird von Pinky gerettet, und Snowball wird mit der Warnung: „Wir treffen uns wieder!“ davongespült.
Auch diese Geschichte bezieht ihren Reiz aus den wunderbaren Anspielungen auf A. C. Doyles Romane sowie aus der schier unübertrefflichen „Dummheit“ Pinkys.


Zusammenfassend kann man sagen, daþ es zwar schön ist, drei Geschichte auf einmal zu bekommen; allerdings war die zweite Story nicht sonderlich umwerfend. Deshalb wäre es wohl angeraten, lieber nur zwei, dafür aber umso bessere Geschichten pro Heft zu veröffentlichen. Die Zeichnungen können sehr überzeugen, übersteigen sie doch gelegentlich sogar die erstklassige Trickfilm-Qualität.
Somit gibt es für dieses Heft gute 12 Punkte!

 

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