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  PEANUTS von Charles M. Schulz        zusammengestellt von Kerstin & Vera

Charles M. Schulz

Charles M. Schulz wurde am 16. November 1922 in Minneapolis geboren. 1950 kreierte Schulz die Peanuts, die inzwischen zu den erfolgreichsten Comicfiguren gehören. Ihr ursprünglicher Name, Li'l Folks (kleine Leute), wurde von seiner Agentur United Feature in Peanuts (engl. Kleinkram, eig. Erdnüsse) geändert. Schulz hatte seine ersten Figuren nach Freunden aus der Kunstschule benannt und sie alle mit feststehenden markanten Charakterzügen ausgestattet: den ewigen Pechvogel Charly Brown, seinen respektlosen Beagle Snoppy, die lispelnde Patty, den schmusedeckenliebenden Linus und die kecke Lucy, die Ende der 60er Jahre, zur Zeit des Psycho-Booms, begann, ihre Psychiatric help für fünf Cent anzubieten (später auf Grund der Inflation dann zehn Cents). Die Peanuts wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und in über 2200 Zeitungen veröffentlicht.

 


Charles M. Schulz
Zum 75. Geburtstag des Vaters der "Peanuts"

Charles Monroe Schulz wurde geboren, um Comic Strips zu zeichnen. Ihm war das schon seit frühester Kindheit klar; seit einem halben Jahrhundert weiþ es die ganze Welt. Charles M. Schulz wurde am 26. November 1922 in St. Paul, Minnesota geboren, zwei Tage später bekam er von einem Onkel seinen Spitznamen "Sparky", nach Barney Googles' Pferd "Sparkplug". Schon als Kind las er jeden Sonntag mit seinem Vater die Sunday Strips von vier verschiedenen Zeitungen. Seine Mutter brachte ihn schlieþlich auf die Idee, sich an der heutigen Art Instruction Schools, Inc. Minneapolis einzuschreiben. Unsicher über seine Fähigkeiten belegte er einen Fernkurs, obwohl die nächste Zweigstelle nur wenige Kilometer entfernt war. Er war kein sehr guter Schüler; die Note C+ im Fach "Zeichnen von Kindern" war noch eine seiner besseren Noten. Die Einberufung zum Militär 1943 setzte der Karriere des talentierten jungen Schulz ein jähes Ende. Erst 1947 gelang es ihm, wieder Fuþ auf der Karriereleiter als Comic-Zeichner zu fassen - er verkaufte seinen ersten, wöchentlich erscheinenden Comic Strip Li'l Folks an die Zeitung seiner Heimatstadt. Die nachfolgende Zeit hat so gut wie jeder Comic-Zeichner schon erlebt: eine endlose Flut von Versuchen, den eigenen Strip als täglichen Comic zu verkaufen, das deprimierende Warten, die unzähligen Absagen. Drei Jahre später schlieþlich kaufte United Feature Syndicate seinen Strip und veröffentlichte am 2 .Oktober 1950 die erste Folge der Peanuts. Der Rest ist Geschichte.Doch wer wirklich etwas über Charles M. Schulz wissen will, muþ seine Biographie nicht kennen - sein Werk sagt mehr über ihn aus als alles, was bisher über ihn geschrieben wurde. Sicher, die "Peanuts" haben sich im Laufe der Zeit praktisch zu einer Lizenz zum Gelddrucken entwickelt. Das 1961 erschienene Peanuts Datebook markierte den Beginn einer neuen ƒra des Merchandising. Kritiker werfen Schulz vor, er hätte die Qualität seines Strips zugunsten seines kommerziellen Potentials geopfert.

Wer aber so argumentiert, hat vermutlich die Fähigkeit verloren, die "Peanuts" als das zu betrachten, was sie sind: ein Comic Strip. Charles M. Schulz legt übrigens immer noch gröþten Wert darauf, jeden einzelnen Strich selbst zu zeichnen. Wer seinen Strip liest oder ein Merchandising-Produkt kauft, kann sich der Echtheit der Peanuts stets hundertprozentig sicher sein.

Und diese Echtheit hat Schulz auch inhaltlich nie verraten. Schulz' Gefühlswelt, seine Kindheitserfahrungen, die alltäglichen Dinge, die ihn zum Lachen oder zum Weinen bringen, finden sich in dem Universum wieder, dessen Zentrum der ewige Verlierer Charlie Brown ist. Die erwachsenden Fans in aller Welt wissen die unglaubliche emotionale Tiefe der Peanuts zu schätzen, die Kinder erfreuen sich an den witzigen Zeichnungen und den phantasievollen Abenteuern des Beagles Snoopy. Die Peanuts haben nun schon mehr als eine Generation von Zeitungslesern begleitet. Es ist unmöglich, Charles M. Schulz für alles, was er für die Welt der Comic Strips und vor allem für seine Leser getan hat, gebührend zu danken.

 

Die Stars:

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   Woodstock                    ...............    Snoppy                               Charly Brown          schroeder.gif (5043 Byte)  franklin.gif (4759 Byte)

Schroeder                  ..........................................  Linus   ....................................Franklien

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                        Lucy               .............           Marcie         ................................          Pig-Pen                     sally.gif (4907 Byte)pepperm.gif (5735 Byte)

..................Rerun              ....................         Sally..................................Pepperment Petty  

 

 

 

Charles M. Schulz ist tot

Der "Peanuts"-Zeichner starb am Sonnabend in Santa Rosa, Kalifornien

SAN FRANCISCO, 13. Februar. Der Vater der weltberühmten Comic-Serie "Peanuts", Charles M. Schulz, ist tot. Mit ihm starben auch die gezeichneten Helden Charlie Brown und Snoopy, die seit fast 50 Jahren Millionen von treuen Fans in der ganzen Welt haben. Am Sonntag, einen Tag nach dem Tod des Karikaturisten, erschien in den US-Sonntagszeitungen die letzte Folge der wöchentlichen Comic-Strips um die rundköpfigen Winz-Kids. Die letzte tägliche Zeichnung von Schulz war am 3. Januar in den Zeitungen erschienen. Schulz war am späten Sonnabendabend (Ortszeit) im Alter von 77 Jahren in seinem Haus in Santa Rosa bei San Francisco (Kalifornien) im Schlaf gestorben, wie sein Sohn Craig am Sonntag mitteilte. Er litt an Darmkrebs.

Abschiedsdatum festgesetzt

Zeichner-Kollegen würdigten ihn als wohl gröþten Künstler unter ihnen. "Man wird noch in ein paar Jahrhunderten von ihm sprechen", sagte Sergio Aragones, Illustrator des "Mad"-Magazins. "Man wird ihn sehr vermissen, es gibt keinen Ersatz für ihn", sagte Mell Lazarus, der die Comic-Strips "Momma" und "Miss Peach" zeichnet.

Von seiner schweren Erkrankung geschwächt, hatte Schulz im Dezember vergangenen Jahres den 13. Februar als letzten Erscheinungstag für die "Peanuts" festgesetzt und damit seinen eigenen Tod fast auf den Tag genau vorausgesagt. Täglich hatte der scheue Amerikaner jedes einzelne Abenteuer seiner kleinen Geschöpfe selbst erdacht und gezeichnet neben dem tragischen Held Charlie Brown und dem zynisch-philosophischen Vierbeiner Snoopy waren auch Lucy, Sally, Linus und Schroeder mit von der Partie.

In der letzten "Peanuts"-Folge, die US-Zeitungen wie geplant in ihren aktuellen Sonntagsausgaben verbreiteten, steht Charlie Brown am Telefon und sagt: "Nein, ich glaube, er schreibt." Das nächste Bild zeigt Snoopy auf seiner Hundehütte vor der Schreibmaschine. "Liebe Freunde", heiþt es da, "ich hatte das Glück, Charlie Brown und seine Freunde fast 50 Jahre zeichnen zu können. Das war die Erfüllung meiner Kindheitsträume." Weiter heiþt es: "Unglücklicherweise bin ich nicht mehr in der Lage, die zeitlichen Anforderungen einer Folge pro Tag zu erfüllen. Meine Familie wünscht nicht, dass jemand anderes die Peanuts fortsetzt. Darum erkläre ich hiermit meinen Ruhestand. (...) Charlie Brown, Snoopy, Linus, Lucy wie könnte ich sie je vergessen." Der Brief ist von Schulz unterzeichnet.

Die Saga von dem ewigen Verlierer Charlie Brown ist in 75 Ländern rund um den Globus beliebt. Sie erschien in 2 600 Zeitungen und hatte einen Stamm von 350 Millionen Lesern. Im Gegensatz zu den meisten anderen Karikaturisten hatte Schulz, der mit den "Peanuts" zum Milliardär wurde, niemals ein Heer von Assistenten beschäftigt, sondern sich fast jeden Tag seines Lebens selbst ans Zeichenpult gesetzt. Hätte er nicht oft Wochen im Voraus gearbeitet, wäre das Ende seiner Serie wohl schon im November 1999 gekommen, als sich der Zeichner wegen einer verstopften Arterie einer Notoperation unterziehen musste. Bei dieser Gelegenheit stellten seine Ärzte fest, dass Schulz an fortgeschrittenem Darmkrebs litt.

Schulz Comics wurden in Museen ausgestellt, sie waren Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten und wurden so heftig vermarktet wie wohl nur wenige andere Cartoons: Auþer in Zeitungen und Magazinen auch auf Schallplatten und unzähligen Alltagsprodukten sowie im Kino, im Fernsehen und als Musical am Broadway.

Schulz im Internet: http://www.peanuts.com oder snoopy.com

ZITATE Die "Peanuts"- Philosophie // "Vor den Peanuts waren Kinder im Comic bloþ ungezogene Dinger, die ihren Eltern Streiche spielten. Charles M. Schulz hat eine realistische Kindheit erfunden, eine mit Zurückweisungen und Verlusten. Seine Kinder haben Pathos. " Mort Walker, Comic-Zeichner "In den Peanuts finden wir all die Leiden von Erwachsenen. Sie sind monströse infantile Reduktionen all der Neurosen des modernen Bürgers. " Umberto Eco, Schriftsteller "Die Welt der Peanuts ist bevölkert mit komplizierten neurotischen Charakteren, deren ur-amerikanischer Optimismus durchwoben ist von der Mühsal, die es kostet, die Hoffnung nicht fahren zu lassen. " Garry Trudeau, Comic-Zeichner "Charles M. Schulz hat für den Comic neues Territorium entdeckt. Bei ihm geht es um wirkliche Emotionen, mit seinen Figuren kann man sich identifizieren. " Cathy Guisewite, Comic-Zeichnerin.

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