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Bill Hanna und Joseph Barbera ( 1910 - )


Early Days Hanna and Barbera are names synonymous with animation. Their studio has produced more than 3,000 half-hour cartoons since the '50s, and every hour of the day, somewhere in the world, people are watching a Hanna-Barbera production!

William (Bill) Hanna was born in New Mexico, in 1910. Working for new animation company, Harman-Ising Studios, he traced and painted cells, and later began composing lyrics and music for Warner Brothers' Looney Toons and Merrie Melodies shorts.

Born in New York in 1911, Joe Barbera started work in a bank aged 16, but moonlighted by selling cartoon illustrations.

This enabled him to gain employment with the burgeoning Fleischer Studios where he worked on Betty Boop and Popeye. He also reportedly earned a dollar per gag on Popeye (created in 1929)! Leaving Fleischer Studios, Joe eventually wound up at Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) where he met Bill in 1939.

The MGM years With Joe's drawings and Bill's scripts the two worked well as a team.

Their greatest success at MGM was Tom & Jerry, an enduring double act whose relationship defined cartoon conflict for years to come (see The Simpson's Itchy & Scratchy Show.

In addition to starring in Anchors Away (1945) with Gene Kelly, Tom and Jerry won the twosome several Oscar nominations for such established classics as The Cat Concerto (1947) and Johann Mouse (1952).

Hanna Barbera Studio

In 1957, Joe and Bill branched out with their own studio, originally called H.B Enterprises and later renamed, which remains one of the largest cartoon producers in the US.

The demands set by television presented the studio with a unique set of problems.

Teams of animators and musical arrangers would spend months completing a dozen cartoon shorts for cinema release, but TV schedules required weekly episodes on limited budgets.

Meeting the challenge, Hanna and Barbera reduced the heavy production costs by reusing backgrounds and cels.

The substantial reductions enabled them to mass produce long running serials cheaply and successfully.

Their first foray into the small screen featured a clever cat and dumb dog, Ruff and Reddy (1957) - only the second animated series made exclusively for US TV, and the first cartoon in full colour.

Initially writing virtually all the scripts themselves, HB's next major success was Huckleberry Hound, who debuted in 1958 and won an Emmy Award for outstanding achievement in children's programming the following year.

Since then, the studios have produced an almost unmeasurable succession of hit animated TV shows and characters including:

YOGI BEAR - smarter than the average bear Yogi, and the residents of Jellystone National Park, were first introduced in the Huckleberry Hound Show. In 1961, they gained their own syndicated series.

THE FLINTSTONES - Stone Age sitcom from 1961 based on Jackie Gleason sitcom The Honeymooners. The Flintstones earned itself peak time scheduling in a format which the studio adapted for The Jetsons (future family from 1962) and The Roman Holidays.

 

SCOOBY DOO - who debuted in 1969 along with Shaggy, Freddy, Velma, Daphne and inspired many similar mystery 'toons such as The Funky Phantom, The Amazing Chan Clan, Goober & The Ghost Chasers, and Clue Club.

 

It's generally considered that Scooby marks the height of HB's creativity, although the majority of the formulaic series' it inspired were less successful, and the later introduction of such characters as Scrappy, Scooby Dee and Scooby Dum amongst others was a major error of judgement

 

Captain Caveman (assisted by the Teen Angels); Jonny Quest (HB's first action/adventure from '64); Speed Buggy (voiced by Mel Blanc: "veruum-a-zoom-zoom"); Touche Turtle (swashbuckling adventures from 1962); Josie and the Pussycats (all girl teen band from 1970, Josie, Melody, and Valerie, imported from Archie Comics and turned into a live action film in 2001)

 

The popularity of these and other classic HB series such as Top Cat, Hong Kong Phooey, The Hair Bear Bunch, and Wacky Races, has continued thanks to regular repeats on terrestrial TV and The Cartoon Network, home to a new generation of animated superstars like the irrepressible Johnny Bravo, Cow & Chicken and Dexter's Lab.

 

For more information on Hanna Barbera, see: Trivia


William Hanna hatte keine formelle Kunstausbildung durchlaufen, bevor er sich 1931 bei Harman und Ising an die Arbeit machte. Er hatte auf dem College Journalismus und Maschinenbau studiert und arbeitete eine kurze Zeit als Bauingenieur. Doch wie so viele andere, wurde er von dem Zeichentrick-Käfer gebissen und nahm glücklich einen schlechtbezahlten Job in der Industrie an; er beschrieb später seine Pflichten als »nach dem Kaffee laufen, Zelluloid waschen, ausfegen, und meine Bosse mit Storyideen ertränken«. Er blieb bis 1937 bei Harman und Ising, als viele H-I-Mitarbeiter zur MGM wechselten.  

MGM beschloß 1937 ein eigenes Zeichentrickstudio aufzubauen und beauftragten damit ihren Mitarbeiter Fred Quimby. Bill Hanna wurde als Regisseur geworben. Joe Barbera wurde aus NY angeworben, wie Hugh Harman und Rudolph Ising.

Isings Einheit erzeugte etwas vollkommen Neues und Besonderes im Frühjahr 1940, das den Kurs der Zeichentrickfilmproduktion bei MGM ändern sollte. Der Film hieß >Puss Gets the Boot<, und während nur Isings Name im Vorspann erschien, wurde er tatsächlich von Bill Hanna und Joe Barbera inszeniert. Er stellte zwei Figuren vor, die, als Tom und Jerry, die führenden Cartoonstars des Studios werden sollten.

Mit seiner Erfahrung als Storyschreiber und gelegentlicher Zeichner, bot er Fred Quimby seine Dienste als Regisseur an und erhielt eine Probezeit. Keiner war besonders beeindruckt, und er kehrte zur Storyarbeit zurück. »Ich war niemals ein guter Künstler«, gab Hanna in späteren Jahren freimütig zu.

 Joseph Barbera kam aus New York, war auch aufs College gegangen, und hatte sich auf eine Karriere im Bankwesen vorbereitet. Er widmete jedoch mehr Energie nebenher dem Verkauf von Zeitschriften-Cartoons, der mit seiner bezahlten Arbeit bei der Irving Trust Company nichts zu tun hatte und entschloß sich schließlich, eine Ganztagesstellung auf seinem erwählten Gebiet zu suchen. Er erhielt einen Job als Zwischenträger im Van Beuren-Studio, doch sein Enthusiasmus und Geschick für Komödienideen führte ihn in die Story-Abteilung. Als Van Beuren zumachte, zog er zu Paul Terrys Studio nach New Rochelle um. Dann schloß er sich Jack Zander und den anderen Kollegen bei ihrer Massenwanderung ins neue MGM-Studio im Jahre 1937 an, wo er sich wieder in der Story-Abteilung niederließ. Seine Fähigkeit, Ideen zu skizzieren rief in allen seinen Kollegen Neid hervor.

Hanna und Barbera sahen jeder etwas in dem anderen und schlossen sich zu einem ungeheueren Arbeitsteam zusammen. Barberas Stärke lag in der Gag-Komödie. Hanna strebte danach, Regisseur zu werden und besaß ein feines Gefühl für Timing. Barbera konnte seiner Kreativität beim Schreiben Ausdruck geben. Sie ergänzten sich gegenseitig perfekt.

>Puss Gets the Boot < war für die zwei ein glückliches Debüt. Zu der Einführung des Katz-und-Maus-Teams, das bald Zeichentrick-Berühmtheit erlangen sollte, lockte er außerdem die Geschicklichkeit der beiden Regisseure hervor, Komödie aus der Situation und der Charakterzeichnung zu produzieren. Zu allererst ist die Story ideal: Hauskater Jasper wird von seiner Haushälterin »Mammy« gewarnt, er werde mit einem Fußtritt aus dem Hause befördert, wenn er noch eine einzige Sache zerbreche. Eine Maus (in dem Cartoon namenlos) sieht ihre Chance, dem tyrannischen Kater etwas zurückzuzahlen, indem sie ihn zuerst ermutigt, dann droht, ein Glas zu zerbrechen, und damit Jasper zum Rückzug zwingt. Natürlich gibt es Verwicklungen und Entwicklungen, die das »Gleichgewicht der Macht« hin und her schwanken lassen, doch am Schluß wird die Katze hinausgeworfen, während die Maus eine »Home Sweet Home«-Stickerei über ihrem kleinen Mauseloch aufhängt.

Die Situationen - in sich selbst schon lustig genug - werden von der überzeugenden Animation der Hauptfiguren gesteigert. Tom (oder Jasper, wie er hier genannt wird) ist schäbig, mondgesichtig, und mit einer Uberfülle an zeichnerischen Details (nicht weniger als drei Augenbrauen zum Beispiel) entworfen. Er ist überzeugend real, wenn er der Maus hinterherhetzt und sein Opfer mit unverhüllter Freude quält - und genauso glaubhaft, wenn er sich vor Angst niederkauert und sich vollkommen sicher ist, daß er hinausfliegen wird, wenn eine Vase oder ein Teller zerbricht. Die Maus hat eine starke Ähnlichkeit mit dem späteren Jerry, obwohl diese hier magerer und eckiger ist, als die niedlichere Form, die sich daraus entwickelte. Sie hat jedoch bereits ihre ganze Ausdrucksfähigkeit - verzeichnet alles von Schadenfreude bis hin zu frechem Stolz - die sie so liebenswert machte. Es gibt zwischen der Katze und der Maus keinen Dialog, und es ist auch keiner notwendig. Die Situationen legen ihr gegnerisches Verhältnis fest und die Animation streicht ihre Charakterzüge hervor.

 Es wird die Geschichte erzählt, daß Fred Quimby nichts Besonderes in Katze und Maus sah und sein neues Regieteam mit Kurzfilmen beschäftigte, bis >Puss Gets the Boot<in den Kinos anlief und ein riesiger Hit wurde. Er lief in vielen Kinos über die erwartete Zeit hinaus und wurde für einen »Oscar« nominiert. Bill und Joe tauften sie Tom und Jerry, und widmeten sich in den nächsten fünfzehn Jahren ausschließlich ihnen!

 >The Midnight Snack<, ihr zweiter Film, überarbeitete die Grundprämisse von >Puss Gets the Boot <mit sogar noch besserem Gag-Material. >The Night Before Christrnas<, Ende 1941 inden Kinos, bereicherte die Beziehung der beiden Figuren mit einer Weihnachtsbotschaft des Friedens, indem Tom Jerry in der Ausblendung seine Freundschaft zeigt. Dieser Cartoon brachte Hanna und Barbera ihre zweite »Oscar«-Nominierung ein.

 

Obwohl Hanna und Barbera auch mit anderen Talenten im Studio von Zeit zu Zeit bei Skizzen und »pose reels« arbeiteten (einschließlich einem vielbeachteten Zeichenassistenten namens Harvey Eisenberg), so gab es doch keine Frage darüber, wer die schöpferische Kraft hinter Tom und Jerry war. »Bill und Joe hatten bereits alles fertig entworfen, mit Joes ausgearbeiteten Zeichnungen und Bills Zeiteinteilung, bevor die Zeichner es zu sehen bekamen«, sagt Irven Spence, der an diesen Cartoons von Anfang an und bis zum Ende ihrer Laufzeit mitgearbeitet hatte. »Wenn sie die Arbeit an die Zeichner übergaben, gab es eine Diskussion, bei der sie den ganzen Film vorspielten, in einer sehr amateurhaften Manier, die ziemlich übertrieben wirkte, aber für die Animation genau richtig war.«

 Weil die Regisseure jeden Kurzfilm so sorgfältig ausarbeiteten, kannten sie genau das Ergebnis, das sie erreichen wollten. Die Zeichner mußten Schwerstarbeit leisten, um diesem Standard gerecht zu werden. Bleistift-Tests waren für Hanna und Barbera der Weg zur Perfektion. Die Zeichner mußtenbestimmte Szenen bis zu drei- und viermal wiederholen, um einen Ausdruck genau richtig einzufangen oder das Tempo eines Gags zu verschärfen.

 Einer der besten frühen Filme in der Serie ist BowlingAlley Cat. Er besteht nur aus einer Folge von Gags in einer verlassenen Kegelbahn und manipuliert das Benehmen und das Mienenspiel von Tom und Jerry, um aus einem lustigen Drehbuch ein Film-Schmuckstück zu machen. Der stilisierte, leicht diffuse Hintergrund, der die Absicht hat, die Aufmerksamkeit auf die Figuren und die peinlich genauen Details zu konzentrieren - wie bei der Reflektion von Tom und Jerry auf dem spiegelblank gebohnerten Kegelbahnboden - macht ihn zu einem herausragenden Zeichentrickfilm und einer famosen Komödie.

 

Die Glasur des Kuchens wurde vom musikalischen Leiter Scott Bradley geliefert, der 1934 angefangen hatte, für Harman und Ising zu arbeiten, und der seine Musik dem wechselnden Stil der Story und Animation bei den MGM-Cartoons anpaßte. Er hatte, wie Carl Stalling bei Warner Brothers, freien Zutritt zur Musikbibliothek des Studios und verwendete Lieder aus MGM-Spielfilmen genauso oft wie klassische Themen (»Wilhelm Tell Ouvertüre«). »The Trolley Song« aus Meet Me in St. Louis wurde ein Bradley Standardlied und praktisch jedesmal, wenn Tom und Jerry in eine Küche, auf der Suche nach Essen, schlichen, spielte er »Sing Before Breakfast« aus The Broadway Melody of 1936. Als die Cartoons tempogeladener und ungestümer wurden, assimilierte Bradleys Musik diese Eigenschaften und ergänzte die Handlung mit Schwung und Witz, von seiner hervorragenden Musikalität ganz zu schweigen. Es ist einfach, Cartoonpartituren als Selbstverständlichkeit anzusehen, doch Bradley verwendete auf seine Arbeit genauso viele Gedanken wie jeder Spielfilm-Komponist, und benutzte die ganze Bandbreite an musikalischen Ideen, von Zwölf-Ton-Reihen bis zur selektiven Instrumentation. Man kann sicher sein, daß diese Virtuosität bei den Musikern des MGM-Studioorchesters in guten Händen lag. »Scott schreibt die verblüffendste, verwirrendste, ungereimteste Musik für Streicher in Hollywood«, beschwerte sich Konzertmeister Lou Raderman gutgelaunt bei John Winge von Sight and Sound. »Er wird mir noch einmal meine Finger damit brechen.«

Da es nur sehr selten einen Dialog in den Tom und JerryCartoons gab, war Bradleys Beitrag besonders wichtig - und er lieferte für praktisch jeden MGM-Cartoon für mehr als zwanzig Jahre die Originalpartitur. Seine Arbeit ist auch noch heute reich und eindrucksvoll.

 

Hanna und Barbera gewannen 1943 für Yankee Doodle Mouse einen »Oscar«. Es war der erste von sieben Akademiepreisen, die ihre Tom und Jerry-Cartoons in den nächsten neun Jahren einheimsen sollten - ein Rekord, der Disney für ein Jahrzehnt aus dem Rennen warf und Bill und Joe als die jüngsten Wunderknaben der Animation bestätigte. Hanna und Barbera erreichten Mitte der vierziger Jahre ihren Höhepunkt und produzierten eine Serie von herausragenden Kurzfilmen, die als Beispiel für den Hollywood-Cartoon der Spitzenklasse dienen.

>The Cat Concerto< - ein Akademiepreisträger 1947 - zeigt Tom als einen Konzertpianisten.Dieses Autor Regisseur-Team hält wahrscheinlich den Rekord in der Produktion von durchgehend ausgezeichneten Cartoons, die jahrelang dieselben Figuren verwenden - ohne einen Bruch oder Wechsel in der Routine. Natürlich ist nicht jeder Auftritt von Tom und Jerry ein Schmuckstück; einige, wie Cueball Cat, ersetzen Einfallsreichtum durch Gewalt während andere, wie Tom and Jerry in the Hollywood Bowl, mehr versprechen, als sie halten können. Doch Hanna und Barberas Leistung war im Durchschnitt ungeheuer.

Der langanhaltende Erfolg von Tom und Jerry, sie gewannen 7 Oskars, ist der hervorragenden Koordinierung von drei Schlüsselelementen zuzuschreiben: Großartiger Animation der Figuren, großartigen Story-Ideen und großartigen Gags. Alle drei waren für die Serie lebenswichtig.

 

Die Geschichten waren fast ausschließlich die Arbeit von Barbera, einem der kreativsten Geister, die jemals auf dem Gebiet der Animation wirkten. Diese eine Person konnte so viele Variationen über ein Grundthema entwickeln, daß es erstaunlich ist. Zusätzlich zum Komischen arbeitete Barbera mit der Charakterzeichnung, die seinem Story-Repertoire weiteren Zunder verlieh. Dank der Fähigkeiten seiner Animatoren entwickelten sich Tom und Jerry zu vollständigen Charakteren mit Gedanken und Gefühlen. Barbera lernte es, diese Nuancen in effektvolle Storyideen einfließen zu lassen. Toms Jagd auf Jerry ist das Ritual der Serie. Doch irgendwie erkennt das Publikum, wenn alles gesagt und getan wurde, daß die Katze nicht wirklich vorhat, die Maus zu fressen; es ist das Jagdfieber, das zählt.  

Hanna und Barbera produzierten 1955 und 1956 ihre letzte Gruppe von Tom und Jerry-Cartoons. Einige von ihnen zählen zu den Besten, die die Serie anzubieten hatte.  

Tragisch, daß die MGM im Frühjahr 1957 beschloß, ihr Zeichentrickstudio zu schließen. Hanna und Barbera erklären fröhlich, daß dies, trotz des anfänglichen Schocks, der glücklichste Bruch war, den sie je durchmachen mußten. Er zwang sie dazu, ihr eigenes Studio aufzumachen, das zum größten und erfolgreichsten der Welt angewachsen ist. Ironischerweise boten Bill und Joe zuerst ihre Idee an, billige Cartoons für das Fernsehen zu machen, doch MGM lehnte ab. Eine Geschichte erzählt, daß Metros ausführender Produzent Eddi Mannix gesgt habe, es gäbe für TV-Cartoons keine Zukunft. Michael Lah erinnert sich an jemanden, der Hanna und Barbera beschuldigte, sie wollten einfach nur ihre Jobs behalten, und bemerkte, »Warum habt ihr sie nicht früher so billig gemacht?«

Wie auch immer der Fall gelegen sein mag, die Schließung des Studios machte einen Schlußstrich unter die Qualitätsproduktion von über zwanzig Jahren Zeichentrickfilm und versetzte zwei der größten Cartoonstars des Landes, Tom und Jerry, in den Ruhestand.

Aber nicht für lange. Es ist teilweise Hanna-Barberas ungeheurem Erfolg im Fernsehen anzurechnen, daß einige Studios Anfang der sechziger Jahre das Gefühl bekamen, es sei Zeit für eine Renaissance des Cartoons. MGM beschloß, daß es sich lohnen würde, neue Cartoons in den Kinos herauszubringen - wenn der Preis stimme.

Nachdem sie 1957 MGM verlassen hatten, interessierten Bill Hanna und Joe Barbera die Columbia Pictures an fürs Fernsehen gedrehten Cartoons und garantierten, sie könnten neue, ansprechende Programme zu den Zeit-und-Geld-Bedingungen des Fernsehens liefern. Die ersten Shows waren so erfolgreich, daß sich die Firma schnell vergrößerte. Bald produzierten Hanna und Barbera mehr Zeichentrickfilme pro Woche als sie früher in einem Jahr herausbrachten.

Wie schafften sie es? Bill Hanna erklärte: »Disney-ähnliche Animation ist für das Fernsehen ökonomisch undurchführbar, und wir entdeckten, daß wir auch mit weniger über die Runden kamen.« Begrenzte Animation ebnete den Weg für eine systematische Zerstörung des Cartoons als Kunstform, wie sich bald herausstellte. Indem sie die Bewegung auf ein absolutes Minimum reduzierte, die Figuren- und Nuancenanimation eliminierte, und schnell heruntergeschlampte Tonspuren hervorhob, verdiente sich diese Form der Produktion den Spitznamen »illustriertes Radio«.

Zuerst kompensierten die Hanna-Barbera-Cartoons ihre visuellen Nachteile mit hervorragenden komischen Scripts, doch es dauerte nicht lange, bis die guten Absichten von der reinen Arbeitsüberhäufung besiegt wurden. Die Wiederholung - von Figuren-Design und Entfaltung bis zu den Stories - wurde in der riesigen Produktion des Studios allmählich wirkungslos. Den Kindern schien es jedoch nichts auszumachen. Andere Studios folgten diesem Vorbild, und bald wurde diese Art von Fließbandprodukt als die Norm angesehen. Die Peanuts,Simpsons, Beavis and Butthead,Southpark und die animierten Mangas folgen dieser Prodktionsthechnik auch heute.

Ende

siehe Leonard Maltin, Der klassische amerikanische Zeichentrickfilm,HeyneVerlag,1991,Seite 512-584.

kunstwissen.de

 
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