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Spirou von Franquin ( 1924-1997) zusammengestellt von:Jana Möllers, Kathrin Wegener

                                                         

  Geboren: 3. Januar 1924 in Etterbeek bei Brüssel/Belgien Gestorben: 5. Januar 1997 in Nizza

Werke: Spirou und Fantasio (frz. "Spirou") / Gaston (frz. "Gaston Lagaffe") / Marsupilami / Mausi und Paul (frz. "Modeste et Pompon")/ Schwarze Gedanken (frz. "Idées Noires") / Die Bischöfe / Monster-Zeichnungen / Die Tifous

Biographie: 1943 Abitur, danach Studium an der Kunstakademie Saint Luc in Brüssel, welche nach einem Jahr ihre Türen schloss (2. Weltkrieg). Franquin geht nie wieder hin. Sein Kunststudium dauerte also genau ein Jahr.1944 Aufnahme in ein Zeichentrickstudio (CBA), Bekanntschaft mit Morris ("Lucky Luke"), Peyo ("Die Schlümpfe") und Eddy Paape ("Jean Valhardi"), welche auch dort arbeiteten und natürlich mit Jijé ("Spirou", Erfinder von "Jean Valhardi", u.a.).

1945 US-Trickfilme erobern den europäischen Markt, CBA geht Konkurs. 1946 Wechsel zum belgischen Comic-Magazin Spirou. Franquin übernimmt die Serie Spirou (im Album "Radar le robot" ab S. 8 Bild 4), die 1936 von Rob-Vel (Robert Velter) erfunden und seit 1944 von Jijé gezeichnet wurde. Alle vier (Franquin, Morris, Peyo und Eddy Paape) wohnen und arbeiten zu dieser Zeit bei Jijé. 1948/49 Amerikareise.1950 Heirat mit Liliane, mit der er eine Tochter hatte (*1957).

Im Spirou-Album "Der Zauberer von Rummelsdorf" ("Il y a un sorcier à Champignac") werden der Graf, das Dörfchen Rummelsdorf, der Bürgermeister und weitere Figuren eingeführt.

 1952 Erster Auftritt des Marsupilamis, es folgen einige Kurzgeschichten. 1955-57 Für das belgische Comic-Magazin "Tintin" zeichnet Franquin die Serie "Mausi und Paul".

1957 "Gaston" entsteht. 1960 "Mausi und Paul" zusammen mit Greg. 1965 "Die Bravo Brothers" (frz. "Bravo les Brothers") erscheint, Franquins Lieblings-Spirou-Geschichte. Als Gaststar tritt Gaston auf. 1967 "Schnuller und Zyklostrahlen" (frz. "Panade à Champignac"). Die letzte von Franquin gezeichnete Spirou-Geschichte. 1969 Franquin übergibt Spirou an Fournier um sich voll und ganz Gaston zu widmen.

1972 Die ersten "Monster" erscheinen in kleinen Zeitschriften. 1974 Franquin gewinnt den Grossen Preis beim 1. Comic-Salon in Angoulême. 1977 Die erste Nummer von "Le Trombone Illustré" (Link: Abbildung eines Covers), gegründet von Franquin und Delporte, erscheint als Beilage der wöchentlichen Zeitschrift Spirou. Le Trombone Illustré geht schon in Richtung Erwachsenen-Comics: Die ersten "Schwarze Gedanken" entstehen hier. 1978 Nach dem Ende der Trombone Illustré (Okt. 1977) erscheinen die Schwarzen Gedanken bis ca. Ende 1982 in "Fluide Glacial". 1982 Franquin leidet unter schweren Depressionen und ist nicht mehr im Stande seine Serien weiterzuzeichnen. 1985 Franquin hat sich von den Depressionen erholt. Gaston geht weiter, das Marsupilami bekommt seine eigene Serie, es entstehen die "Bischöfe" und für das französische Fernsehen der Zeichentrickfilm die "Tifous". Am 5. Januar 1997 stirbt Franquin in Nizza.

 Was ist seine Philosophie: Seine Abneigung gegen allerlei uniformierte Halbschlaue, z.B. Militärheinis (Scheiss-Verein!!) und Polizisten (siehe Knüsel, u.a.).

Franquins Bilder (vor allem seine späteren) bestehen aus hunderten von kleinen abgehackten zerfasernden Strichen. Hierdurch entsteht eine sehr lebendige Wirkung. Dieser Stil, den Franquin im Laufe der Zeit entwickelt hat, nennt man die "Ecole Marcinelle", benannt nach dem Ort Marcinelle, dem Sitz des Verlages Dupuis.

Werke über Franquin:

 

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