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Raymond Pettibon (geb. 1957 Tucson, USA lives in LA. (USA)
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Der 1957 in Tucson, Arizona, geborene, heute in Kalifornien lebende Raymond Pettibon, war Teilnehmer der documenta 2002. Er ist - nachdem er lange Zeit als Aussenseiter galt - seit den 80er Jahren eine international einflussreiche Figur, Abgesehen von Videos, Büchern und Wandmalereien ist sein Hauptmedium die Zeichnung. In seinen Cartoonähnlichen Zeichnungen, die auch von Einflüssen aus der Punk-Szene inspiriert sind, bezieht er Textfragmente aus der Literatur ein (u.a, Francis Bacon, Marcel Proust und Ludwig Wittgen-stein), die in einem ambivalenten Verhältnis zum Bild stehen, Durch dieses Verfahren sollen die kulturellen Grenzen von " high" und '"low" aufgehoben werden, Pettibon gehört zu den vom Punk und Underground geprägten Künstlern. Sein Werk besteht aus Zeichnungen mittleren Formats , die comicähnlich die Seiten der US-Gesellschaft spiegelen. Einzelzeichnungen ballen sich zu größeren Wandarbeiten als Collage von ganzen, ausgeschnittenen Zeichnungen, Photos und Comics und dazugesetzter eigenen Texten in Pinselschrift, in Grundfarben.

Raymond Pettibon wurde erstmals durch seine Plattencover für die Punkband Black Flag oder Firehose bekannt, über deren Ptattentabel SST er zunächst auch seine seit 1978 herausgegebenen Künstlerhefte vertrieb. Erst hauptsächlich einer subkutturellen Öffentlichkeit bekannt, hat Pettibon längst in renommierte Institutionen vom Museum of Contemporary Art in Los Angeles bis hin zum New Yorker Museum of Modern Art Eingang gefunden.

Pettibon übernimmt bei seinen oft großformatigen Zeichnungen Verfahrensweisen aus der Populärkultur -seine Bildsprache bedient sich der Techniken und Strukturen von Cartoons, Comicstrips und dem Kino. Textzitate werden in die vorwiegend schwarzweißen Tuschebilder eingearbeitet und funktionieren häufig als deren paradoxaler Widerspruch - oder wie das Motto eines Emblems. Mit Stift, Aquarell und Kreide kombiniert, führt Peitibon seine auf Papier oder auf die Wand gezeichneten Arbeiten zu iabyrinthischen Installationen zusammen. Die Nebeneinanderstellung und Überlagerung verschiedenster Einzelbilder und Texte über eine ganze Wand verteilt erzeugt komplexe Bilder, die sowohl als „Ganzes" als auch in ihre einzelnen Elemente aufgesplittert gelesen werden können.

Dabei weisen Pettibons Arbeiten eine grundsätzlich offene Struktur auf und widersetzen sich jedem Versuch der Vereinfachung. So ließ sich seine Installation auf der Documenta 11 - ein Kommentar zu den Ereignissen des 11. September 2001 - mit einem chaotischen Kabinett vergleichen, in dem sich der Betrachter in einem komplizierten und beunruhigendem Schwebezustand zwischen Distanz und Involviertheit wiederfand.

Weiterhin gehören noch Künstlerbücher zu einem Werk.

Link: Raymond Pettibon

Literatur:

kunstwissen.de

 
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