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JEFF KOONS , geb, 1955 in York (PA)
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Jeff Koons, der nette Junge von nebenan, der das Geld für die Produktion seiner ersten Kunstwerke als erfolgreicher Börsenmakler verdiente war in den achtziger Jahren der absolute Superstar der hektischen Kunstszene. Zunächst plazierte er nagelneue Staubsauger ("The New "1980) in klinisch sauber wirkenden Glaskästen, die von kaltem Neonlicht beleuchtet wurden. Es folgten 1985 die „Equilibrium Tanks'" Kästen, die wie ein Aquarium mit Wasser gefüllt sind und in deren Mitte Basketbälle schweben. Ein Jahr später überraschte er den Kunstmarkt mit Figuren aus hochglanzpoliertem Edelstahl.

Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes heiratete Jeff Koons 1991 den italienischen Pornostar Cicciolina. Vom Rausch der sexuellen Freuden mit ihr zeugte bereits ab 19 89 der Werkzyklus „Made in Heaven", der in riesigen Bildern und Skulpturen das lustvolle Geschehen bis ins letzte Detail wiedergibt. So sehr wie Jeff Koons bis heute ein Medienstar ist, so sehr beschäftigt er auch weiterhin die Kunstwelt Seine stets mit hohem Aufwand perfekt gearbeiteten Werke stellen eine raffinierte Mischung aus Kitsch, Modernität und Sex dar. Sie streifen Tabus, jedoch nicht um zu schockieren, sondern um in der Provokation die Schönheit zu offenbaren.

Wie kein anderer traf Jeff Koons damit den Geschmack einer neureichen Yuppie-Generation. Nach 1992 wurde es still um ihn, und auch die Ehe mit Cicciolina ging in die Brüche. Seit einiger Zeit arbeitet Koons an einem neuem Projekt: >Celebration< umfaßt zwanzig große Skulpturen und riesige Gemälde. Sie sollen im Jahre 2000 im New Yorker Guggenheim Museum präsentiert werden

Christoph Blase 99 in: Art at the turn of the millennium-TaschenVerlag 1999

 

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