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Mike Kelley (geb. 1954 Detroit- 2.2.2012 LA, USA)
siehe auch www.mikekelley.com

Während sich der Abstrakte Expressionismus für das Erhabene darstellen will, untersucht Kelley den Gegenpart das Unheimliche und Grauenvolle. Seine Lehrer am Calarts in LA sind Conceptkünstler. Er interessiert sich für Punk und Künstler wie Beuys, die Systeme erfinden. Mike Kelley setzt beim Psychologischen an und untersucht wie sich Ideologische Systeme darstellen und auf den einzelnen auswirken. Er untersucht die Massenkulturphänomene und die Kulturen jenseits des Mainstream. Zuerst beginnt er mit Performance, dann macht er zu der Performance eine paralle Ausstellung mit Bildern und Bildern als Installation.Ca 1987 gibt er die Performances auf und arbeitet in Installationen , Bild, Text, Objekt und Musik. Er interessiert sich methodisch für das organische und weibliche, so verwendet er Stoffe und Basteltechniken mit Farbfilzen.

Ihn interessieren Objekt die emotional aufgeladen sind. So kommt er zu Spielzeug-Kuscheltieren und Puppen.Vor allem seine Arbeiten der Werkgruppe „half a man", wo er mit Plüschtieren, Trivialobjekten und Textilien arbeitet (seit 1987) machte ihn bekannt. Kelly untersucht und befragt einen besonderen Ausschnitt alltäglicher Dingwelten, der mit großer Emotionalität besetzt ist. Die Gegenstände, die er aufspürt und künstlerisch transformiert, weisen zum einen zurück in die Kindheit, machen andererseits aber die abgespaltenen Anteile frühkindlicher psychischer Prozesse im Vor- bzw. Unterbewusstsein Erwachsener deutlich. Ihn interessieren an den Plüschtieren nicht so sehr die Emotionen der Kinder, sondern die libidinösen Besetzungen der Erwachsenen bzw. der Mütter, die in unendlichen 'Stunden der Liebe' all diese Tiere genäht, gehäkelt und gestrickt haben. Die Dinge sind Volkskunst. In seinen Installationen bündelt er sie, schichtet sie, hängt sie auf, arrangiert sie auf farbigen Decken, die auf geometrischen Steinböden liegen, usw. Darüber hinaus denunziert er nicht die in den Dingen geronnene Liebe, eröffnet aber neue Sichtweisen und Zugänge zu den verdrängten Anteilen psychischer Prozesse im Kinder- und Jugendalter. Niedliches aus Plüsch und Fell, aus bunt-farbenen Stoffen und Garnen kann dann umkippen in Schreckliches, kann Anteile erotischer, sexueller, obszöner Empfindungen heraufbeschwören, kann Aggressionen erzeugen, wie auch Gefühle der Ohnmacht. Nie werden seine Arbeiten aber eindeutig zu lesen sein, auch wenn gerade der psychoanalytische Blick auf die Dinge der Kindheit besonders interessiert. Kellys Vorgehensweise entstammt wesentlich der Konzeptkunst bezieht sich aber thematisch auf Subkulturen und Hobbykultur.

Mike Kelley verfolgte vershcxiedene konzeptuelle Ansätze : Imagination / Vervollständigung einer Zukunft als Ergänzung von Leerstellen des Supermann Mythos. Leerstellen in philosophischen Systemen wie bei Platos Höhlengleichnis. Leerstellen indem er die Emotionen vergegenständlicht die in die Dinge gegeben wurden. Gegenbilder als Warheiten. Mythisches als Badesalz und Badesalz als Mythische. Auch die Freilegung des Mythischen im Massenprodukt.

The contemporary artist Mike Kelley has been found dead at his Los Angeles home at the age of 57. BBC News reports today (February 2, 2012) that the Gagosian gallery, who represented him, have released a statement saying "We cannot believe he is gone. But know his legacy will continue to touch and challenge anyone who crosses its path." They added that he was an "irresistible force."

 

According to the BBC, police are considering the possibility that Kelley's death was suicide and mention that he may have been depressed following a break-up with his girlfriend. They are awaiting the outcome of an autopsy. Kelley's work often explored themes of loneliness and solitude (his last London exhibition was entitled Exploded Fortress of Solitude). Will Gompertz describes his art as sharing the same world as David Lynch and says that it "dealt with our unconscious and delved into our deepest and darkest fears." Mike Kelley was also involved in music throughout much of his life. Growing up in Detroit, he was a member of the band Destroy All Monsters; they were a part of the same scene that spawned Iggy Pop and The Stooges and he later went on to design the cover of Sonic Youth's album Dirty.

 

Kelley was renowned for his 'punk' attitude and macabre sense of humour, Jonathan Jones of The Guardian has described the Los Angeles-based artist's death as "another chapter in the tabloid history of the modern world's most revolutionary city."


Eine meiner frühesten Begegnungen mit Mike Kelley war seine Band Destroy All Monsters. Die von 1973 bis 1985 existierende lose Gruppe, zu der auch Mitglieder von MC5 und den Stooges gehörten, dekonstruierte während dieser Jahre den Rock ihrer Heimatstadt Detroit auf sein rohes, dreckiges Gerüst. Man selbst sprach von Anti-Rock. Nachhören kann man das auf der von Sonic Youth Mitglied Thurston Moore editierten 3-CD-Veröffentlichung »Destroy All Monster 1974-1976«, die 2009 neu aufgelegt wurde.

 

Der Name der Band machte für mich, vor allem nachdem ich später Mike Kelleys künstlerisches Universum breiter kennen lernen durfte, absolut Sinn. Hier arbeitete einer daran die Monster, die uns so zahlreich umgeben, für sich und uns zu töten. Da kann man, um populärkulturelle Referenzen zu bringen, auch an »It« (»Es«) von Stephen King denken oder an »Lunar Park« von Bret Easton Ellis, aber das greift zu kurz. Denn entgegen dieser beiden sich der Angst und Paranoia hin- und ergebenden Autorensubjekte hat Kelley nie das Kind in sich ganz eingesperrt. Sein Kampf gegen die Monster hatte bei allen dunklen Abgründen, die er von Anfang an gefühlt und gesehen hat, immer den Glauben an eine andere Wirklichkeit in sich getragen. Meine allererste Begegnung mit Kelley kam ebenfalls über den Link zur Musik zustande. Gemeinsam mit Mike Watt (Bassist der SST-Bands Minutemen und Firehose) und Joe Cole (zentrale Gestalt der frühen SST Jahre) spielte er in dem Raymond Pettibon Film »Sir Drone: A New Film About the New Beatles« (neben »The Book of Manson«, »Weaterman ´69« und »Citizen Tania« einem von vier Filmen, mit denen Pettibon 1989 Amerika abtastete) mit. Die Protagonisten dieser frühen Pettibon Filme, nicht wenige Bildende Künstler und später sehr erfolgreich, einte ihre, nennen wir es freundlich Abneigung gegen das, was gerne unter der Zuschreibung »Der Kunstbetrieb« geführt wird. Ihre Impulse kamen aus dem Befreiungsmomentum von Punk, dem Glauben an eine alles umfassende Do-It-Yourself-Haltung und -Ästhetik und, am wichtigsten eben: den Glauben an andere soziale Wirklichkeiten.

 

Als Künstler träumte Mike Kelley, der unter anderem am California Institute of the Arts bei John Baldessari studierte hatte, diesen besonders intensiv. Denn auch wenn für viele sein Kosmos ein niedlicher war, so war er das eben gerade nicht. Ja, Kelley spielte mit popkulturellen Verweisen, gerne aus Fernsehen und Comicwelten, also dem, was lange als Trivialkultur galt, aber auf eine Art und Weise, die zum Anschluss an seinen Blick in die scheinbar heilen Welten der Vorstädte, Kirchen und Bildungsinstitutionen führte - um dort, hinter all den Türen und Türchen, das Bösartige aufzuzeigen: Machtspiele, Erniedrigungen, Missbräuche...

Und doch hatte man nie das Gefühl, Kelleys Augen würden nicht doch noch das kindliche Leuchten kennen. Das führte im Großen zu eskapistischen Weltentwürfen wie seiner Werkgruppe »Kandor«, mit der er auf die imaginäre Heimstadt von Superman auf dem Planeten Krypton verweist, und im Kleinen zu diesen vielen Lachern, die einem seine Arbeiten auch schenken; zuletzt für mich in der gemeinsamen Ausstellung mit Rosemarie Trockel in der Münchner Pinakothek der Moderne. Gestern wählte Mike Kelley einen drastischen Weg die Monster endgültig zu töten. Das ist so unendlich schade. Er wird fehlen.


Los Angeles/München - Seine Installationen ergründeten die menschliche Psyche, sie sind roh, grotesk und auffallend: Der US-Künstler Mike Kelley ist tot. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wurde Kelley in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) in seinem Haus in Pasadena aufgefunden. Er wurde 57 Jahre alt.

 

Kelley habe zu den bedeutendsten und einflussreichsten Künstlern seiner Generation gezählt, erklärten die Münchener Pinakothek der Moderne und die Udo und Anette Brandhorst Stiftung in einer Mitteilung.

 

Wie kein anderer habe er es in seinem Schaffen verstanden, "unverwechselbare wie treffende Bilder für die Werte, Traumata und Psychosen der westlichen Gesellschaft zu erschaffen". Es sei ihm in seiner Arbeit stets um "die gleichberechtigte Einbeziehung des als minderwertig Angesehenen und Verdrängten" gegangen, hieß es.

 

Vor allem die Werke aus ausgestopften Plüschtieren wurden zum Markenzeichen des gebürtigen Detroiter. Die Band Sonic Youth machte 1992 eine seiner Häkel-Kreationen auf dem Cover ihres Albums "Dirty" berühmt. Das Material für seine oft großflächigen Kuscheltier-Installationen sammelte er auf Flohmärkten und Second-Hand-Läden zusammen: Decken, Stoffpuppen und oft schon zerfetztes Spielzeug waren Kelleys Werkzeug. Er thematisierte die Popkultur, bediente sich an Comics ebenso wie S&M-Szenen und Pornobildern. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Plato's Cave, Rothko's Chapel, Lincoln's Profile" und "Monkey Island".

 

Seinen ersten institutionellen Auftritt in Europa hatte Kelley 1995 in München, als das Haus der Kunst in Kooperation mit dem New Yorker Whitney Museum die erste Retrospektive seines Schaffens zeigte. Es folgten Präsentationen in der Pinakothek der Moderne (2004, 2008, 2011) sowie eine Übersichtsausstellung in der Sammlung Goetz (2008). Die meisten Werke des amerikanischen Künstlers in Deutschland befänden sich, so die Pinakothek der Moderne, durch die Sammlungen von Brandhorst sowie von Michael und Eleonore Stoffel in Münchener Besitz.


Los Angeles/München - Seine Installationen ergründeten die menschliche Psyche, sie sind roh, grotesk und auffallend: Der US-Künstler Mike Kelley ist tot. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wurde Kelley in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) in seinem Haus in Pasadena aufgefunden. Er wurde 57 Jahre alt.

 

Kelley habe zu den bedeutendsten und einflussreichsten Künstlern seiner Generation gezählt, erklärten die Münchener Pinakothek der Moderne und die Udo und Anette Brandhorst Stiftung in einer Mitteilung.

 

Wie kein anderer habe er es in seinem Schaffen verstanden, "unverwechselbare wie treffende Bilder für die Werte, Traumata und Psychosen der westlichen Gesellschaft zu erschaffen". Es sei ihm in seiner Arbeit stets um "die gleichberechtigte Einbeziehung des als minderwertig Angesehenen und Verdrängten" gegangen, hieß es.

 

Vor allem die Werke aus ausgestopften Plüschtieren wurden zum Markenzeichen des gebürtigen Detroiter. Die Band Sonic Youth machte 1992 eine seiner Häkel-Kreationen auf dem Cover ihres Albums "Dirty" berühmt. Das Material für seine oft großflächigen Kuscheltier-Installationen sammelte er auf Flohmärkten und Second-Hand-Läden zusammen: Decken, Stoffpuppen und oft schon zerfetztes Spielzeug waren Kelleys Werkzeug. Er thematisierte die Popkultur, bediente sich an Comics ebenso wie S&M-Szenen und Pornobildern. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Plato's Cave, Rothko's Chapel, Lincoln's Profile" und "Monkey Island".

 

Seinen ersten institutionellen Auftritt in Europa hatte Kelley 1995 in München, als das Haus der Kunst in Kooperation mit dem New Yorker Whitney Museum die erste Retrospektive seines Schaffens zeigte. Es folgten Präsentationen in der Pinakothek der Moderne (2004, 2008, 2011) sowie eine Übersichtsausstellung in der Sammlung Goetz (2008). Die meisten Werke des amerikanischen Künstlers in Deutschland befänden sich, so die Pinakothek der Moderne, durch die Sammlungen von Brandhorst sowie von Michael und Eleonore Stoffel in Münchener Besitz.


Los Angeles/München - Seine Installationen ergründeten die menschliche Psyche, sie sind roh, grotesk und auffallend: Der US-Künstler Mike Kelley ist tot. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wurde Kelley in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) in seinem Haus in Pasadena aufgefunden. Er wurde 57 Jahre alt.

 

Kelley habe zu den bedeutendsten und einflussreichsten Künstlern seiner Generation gezählt, erklärten die Münchener Pinakothek der Moderne und die Udo und Anette Brandhorst Stiftung in einer Mitteilung.

 

Wie kein anderer habe er es in seinem Schaffen verstanden, "unverwechselbare wie treffende Bilder für die Werte, Traumata und Psychosen der westlichen Gesellschaft zu erschaffen". Es sei ihm in seiner Arbeit stets um "die gleichberechtigte Einbeziehung des als minderwertig Angesehenen und Verdrängten" gegangen, hieß es.

 

Vor allem die Werke aus ausgestopften Plüschtieren wurden zum Markenzeichen des gebürtigen Detroiter. Die Band Sonic Youth machte 1992 eine seiner Häkel-Kreationen auf dem Cover ihres Albums "Dirty" berühmt. Das Material für seine oft großflächigen Kuscheltier-Installationen sammelte er auf Flohmärkten und Second-Hand-Läden zusammen: Decken, Stoffpuppen und oft schon zerfetztes Spielzeug waren Kelleys Werkzeug. Er thematisierte die Popkultur, bediente sich an Comics ebenso wie S&M-Szenen und Pornobildern. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Plato's Cave, Rothko's Chapel, Lincoln's Profile" und "Monkey Island".

 

Seinen ersten institutionellen Auftritt in Europa hatte Kelley 1995 in München, als das Haus der Kunst in Kooperation mit dem New Yorker Whitney Museum die erste Retrospektive seines Schaffens zeigte. Es folgten Präsentationen in der Pinakothek der Moderne (2004, 2008, 2011) sowie eine Übersichtsausstellung in der Sammlung Goetz (2008). Die meisten Werke des amerikanischen Künstlers in Deutschland befänden sich, so die Pinakothek der Moderne, durch die Sammlungen von Brandhorst sowie von Michael und Eleonore Stoffel in Münchener Besitz.


Los Angeles/München - Seine Installationen ergründeten die menschliche Psyche, sie sind roh, grotesk und auffallend: Der US-Künstler Mike Kelley ist tot. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wurde Kelley in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) in seinem Haus in Pasadena aufgefunden. Er wurde 57 Jahre alt.

Kelley habe zu den bedeutendsten und einflussreichsten Künstlern seiner Generation gezählt, erklärten die Münchener Pinakothek der Moderne und die Udo und Anette Brandhorst Stiftung in einer Mitteilung.

Wie kein anderer habe er es in seinem Schaffen verstanden, "unverwechselbare wie treffende Bilder für die Werte, Traumata und Psychosen der westlichen Gesellschaft zu erschaffen". Es sei ihm in seiner Arbeit stets um "die gleichberechtigte Einbeziehung des als minderwertig Angesehenen und Verdrängten" gegangen, hieß es.

Vor allem die Werke aus ausgestopften Plüschtieren wurden zum Markenzeichen des gebürtigen Detroiter. Die Band Sonic Youth machte 1992 eine seiner Häkel-Kreationen auf dem Cover ihres Albums "Dirty" berühmt. Das Material für seine oft großflächigen Kuscheltier-Installationen sammelte er auf Flohmärkten und Second-Hand-Läden zusammen: Decken, Stoffpuppen und oft schon zerfetztes Spielzeug waren Kelleys Werkzeug. Er thematisierte die Popkultur, bediente sich an Comics ebenso wie S&M-Szenen und Pornobildern. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Plato's Cave, Rothko's Chapel, Lincoln's Profile" und "Monkey Island".

 

Seinen ersten institutionellen Auftritt in Europa hatte Kelley 1995 in München, als das Haus der Kunst in Kooperation mit dem New Yorker Whitney Museum die erste Retrospektive seines Schaffens zeigte. Es folgten Präsentationen in der Pinakothek der Moderne (2004, 2008, 2011) sowie eine Übersichtsausstellung in der Sammlung Goetz (2008). Die meisten Werke des amerikanischen Künstlers in Deutschland befänden sich, so die Pinakothek der Moderne, durch die Sammlungen von Brandhorst sowie von Michael und Eleonore Stoffel in Münchener Besitz.


Mike Kelley beschäftigt sich in seinen Performances, Installationen, Zeichnungen und Texte mit >Weltanschauungssystemen < und den psychischen Abhängigkeiten der darin gefangenen Menschen. Die Systeme stellt er als Formen von spezifischer Propaganda vor . Kelleys Arbeiten beziehen ein breites Spektrum unterschiedlichster Quellen ein, das von der christlichen Ikonographie, dem Surrealismus, der Psychoanalyse und Konzeptkunst bis zur amerikanischen Hippie-und Punkbewegung, der Trashkultur, Folklore und Karikatur reicht.

Anknüpfungspunkte sind Beuys, die >Art Brut< Ideen von Jean Dubuffet, die Ideen von Fluxus aufbereitet in der formalen Darstellung der Pop Art.

Internationale Anerkennung erlangte Kelley, der bis dahin vor allem als Performer bekannt war, durch sein mehrtägiges Projekt "Half a Man", 1987-1991: Es umfaßte u. a. abgenutzte Puppen, schäbige Plüschtiere, Häkeldecken und Ghettoblaster. Kelley sah in den Stofftieren idealisierte, geschlechtslose Vorbilder, durch die Kinder den familiären und gesellschaftlichen Normen angepaßt werden sollten. Die Spuren intensiven Gebrauchs wurden für Kelley zu einem Bild dafür, wie Zwänge von einer Generation an die folgende weitergegeben werden.

In "Educational Complex", 1995 - einer verkleinerten Rekonstruktion der Erziehungs- und Ausbildungseinrichtungen, die Kelley durchlaufen hat - spielt er auf die Traumata seiner eigenen Biographie an. Wie auch sein Projekt mit Tony Oursler über die gemeinsame Punkband-Vergangenheit ("The Poetics Project", 1997), reflektiert diese Form der Geschichtsschreibung die Erinnerungsprozesse. Denn jedes Vergessen scheint seinen Preis zu fordern. In "Pay for your Pleasure", 1988, etwa gelangte der Betrachter über einen Korridor aus Porträts und Zitaten von Schriftstellern und Philosophen zur Selbstdarstellung eines Massenmörders als Clown: Die Wechselbeziehung von Gut udn Böse. Scheinbar festgeschriebene Beziehungen zwischen Genuß und Schuldgefühl, Unterdrückung und Sublimierung, vermeintlicher Normalität und Voyeurismus werden in Kelleys Projekten durch groteskkomische Übertreibungen aufgebrochen und in ihrer komplexen Widersprüchlichkeit gezeigt

siehe auch Astrid Wege 99 in: Art at the turn of the millennium- TaschenVerlag 1999


Best known for his soft sculpture, especially worn and dirty soiled stuffed animals in sexual positions in cold, clinical settings, he has been a major figure in contemporary American art in the later half of the 20th century.

A resident of Los Angeles, he was born in Detroit, Michigan, and from 1972 to 1976, studied at the University of Michigan in Ann Arbor and in 1976 at the California Institute of the Arts.

In the 1980s, his stuffed animal pieces began to get much attention. His work has been exhibited at Whitney Biennials, the Los Angeles County Museum of Art, and the Hirshorn Museum in Washington D. C. , and in 1993, a full-scale exhibition of his work was shown at the Whitney Museum. From that time, he has pursued what he calls "projects," a cluster of concepts that he works on intermittently including a reconstruction of Mark Rothco's "Chapel," and an installation mounted beneath the Brooklyn Bridge.

In 1997, an exhibition called "Poetics Project" showed the collaborative efforts of Kelley and Tony Oursler in video, painting, and sculpture. In 1999, a traveling exhibition of his 1988 installation "Pay for your Pleasure," intended to be a meditation on the relationship between creativity and violence, was cancelled by the Seattle Art Museum because it included artwork by a convicted criminal.

Mike Kelley The Uncanny

20 February - 3 May 2004 at the Tate Liverpool


Mike Kelley, Los Angeles-based sculptor, performance and installation artist, is one of the most significant artists working today. Hard to categorise, Kelley has dissected the moral and cultural conventions and practices of contemporary society with deadpan humour in performances, installations, architectural models, paintings, drawings and music. The Uncanny is the first large-scale solo show devoted to the artist in the UK since his survey exhibition at the ICA, London in 1992. The exhibition is based on a project originally curated by Kelley more than a decade ago, which has been revised and updated for Tate Liverpool in close collaboration with the artist.

Sigmund Freud described the uncanny as ‘a hidden, familiar thing that has undergone repression and then emerged from it’. In The Uncanny, Kelley explores memory, recollection, horror and anxiety through the juxtaposition of a highly personal collection of objects with realist figurative sculpture.

The central element of the exhibition consists of a substantial number of polychrome figurative sculptures that embody the feeling of the uncanny through their scale and use of colour, form and material. Kelley relates these to the idea of the ‘double’ – the disturbingly realistic representation of the human figure suspended between life and death. Non-art objects include a variety of historical and contemporary anatomical models, wax figures, animatronic puppets and mounted (stuffed) animals. This section is complemented by a large collection of black and white documentary photographs depicting figurative sculpture, including wax figures, Dada and Surrealist mannequins, film stills, newspaper clippings and cartoons, whose imagery and subject matter evoke the sense of the uncanny.

These works are complemented by the Harems: sixteen groups of object types accumulated by the artist throughout his lifetime, bringing together autobiographical elements with an investigation into the urge to collect and categorise, as a means of understanding but also controlling the world.

The exhibition at Tate Liverpool is an opportunity not only for the artist to recreate The Uncanny, but to update it, so that the exhibition itself becomes a work in progress.

The sections that follow contain extracts from texts written by Mike Kelley, which elaborate on some of the themes and concerns in the selection of artwork for The Uncanny. The texts in full are in the catalogue that accompanies the exhibition.


 

Video Works

Beholden to Victory, 1980-83, 26 min, color, sound
The Banana Man, 1983, 28:15 min, color, sound
EVOL, 1984, 28:58 min, color, sound
Kappa, 1986, 26 min, color, sound
Family Tyranny/Cultural Soup, 1987, 15:03 min, color, sound
Blind Country, 1989, 19:57 min, color, sound
Sir Drone, 1989, 55:37 min, color, sound
100 Reasons, 1991, 6:41 min, color, sound
Heidi, 1992, 62:34 min, color, sound
Fresh Acconci, 1995, 45 min, color, sound
Pole Dance, 1997, 1997, 31:18 min, color, sound

See also:

Paul McCarthy
Tony Oursler
Bruce and Norman Yonemoto
Raymond Pettibon

kunstwissen.de

 
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