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Francisco de Goya (1746- 1828 )

Goya war spanisscher Maler, Radierer und Lithograph.. Er wurde in Fuendetodos bei Zaragoza (Prov. Saragossa) am 30.3. 1746 geboren und starb in Bordeaux am16.4. 1828. Seit 1789 war er Hofmaler in Madrid. Infolge einer schweren Erkrankung verlor Goya (1792) sein Gehör .1819 zog er sich in sein Landhaus in der Nähe von Madrid zurück, hier entstand 1821-23 der spukhafte Zyklus der »Pinturas negras«. Er emigrierte wegen der bedrückenden polit. Verhältnissen unter Ferdinand VII. nach Bordeaux.

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Zu Beginn seiner Tätigkeit machte Goya Stiche nach Gemälden von Velázquez , der zusammen mit Rembrandt seine wichtigste Inspirationsquelle blieb. 1774 übersiedelte er nach Madrid und wurde ab 1777 ständiger Mitarbeiter der Königlichen Teppichmanufaktur. Er lieferte für die Teppichmanufaktur in Madrid Entwurfkartons, die heitere Szenen aus dem spanischen Volksleben schildern.

1786 wurde Goya von Karl III. der Titel eines Pintor del Rey (Maler des Königs) verliehen, 1789 erfolgte seine Ernennung zum Hofmaler, 1799 zum Ersten Hofmaler. Die aristokratische Eleganz der Bildnisse, erinnern entfernt an die Werke seines englischen Zeitgenossen Thomas Gainsborough. Den Höhepunkt seiner höf. Bildnismalerei stellen die Porträts der königl. Familie um 1800 dar. Er löste sich von der konventionellen Porträtmalerei und charakterisierte die Dargestellten mit schonungsloser Offenheit.

Die engagierte Anteilnahme an Zeitereignissen führte zu einer unverhüllten, ausdrucksgeladenen Darstellung. Sein freier werdende Malstil erzielte bereits impressionistische Wirkungen.

1792 zog sich Goya auf einer Reise in den Süden Spaniens eine schwere Krankheit zu, die ihn taub werden ließ und einen Wendepunkt in seiner künstlerischen Entwicklung bedeutete. Seine Radier- und Aquatintafolgen, seine Zeichnungen und Lithographien reflektieren kritisch soziale, kirchl. und polit. Missstände der Zeit: Ein stark pessimistischer Zug prägte von nun an sein Werk. Zwischen 1797 und 1799 zeichnete und stach er die erste seiner großen Radierungsfolgen, Los Caprichos (Einfälle), die in grotesk-satirischer Manier die Sitten und abergläubischen Praktiken des damaligen Spanien geißeln. In späteren Folgen, wie Desastres de la Guerra (Schrecken des Krieges, 1810) und Disparates (Torheiten, 1820-1823), sind die Drastik der Darstellung und die Schärfe der Kritik noch deutlicher ausgeprägt. Vor allem die Gräuel des Krieges beschwor Goya in einer expressiven Bildersprache, wobei er gleichermaßen den konkreten Zeithintergrund der Napoleonischen Kriege in Spanien einfing und eine Anklage von zeitloser Gültigkeit formulierte. Seine Kritik richtete sich im Übrigen gegen die Akteure beider Parteien. Dieselbe Thematik nahm Goya auch in seiner Malerei auf, diesmal mit eher patriotischer Färbung. 1814 vollendete er Zweiter Mai, 1808 und Die Erschießung der Aufständischen vom dritten Mai 1808. Diese Gemälde vermitteln ein eindringliches Bild der brutalen Massaker, die französische Soldaten an spanischen Straßenkämpfern verübten. Beide sind, wie so viele von Goyas späteren Bildern, mit dicken, kühnen Pinselstrichen in dunkler Farbe gemalt, die von grellen gelben und roten Schlaglichtern durchbrochen werden.

In seiner Spätzeit malte er düstere Bilder von hintergründiger, spukhafter Fantastik, die ihn zum Vorreiter des Surrealismus machen, in denen die Figuren fast an der Grenze zur Karikaturdargestellt sind. Die >Schwarzen Malereien<, die vorrangig düster-phantastische Szenen umfassen, zählen zu den überragenden Werken aus seinen letzten Lebensjahren. Ursprünglich waren sie Fresken an den Wänden von Goyas Sommerhaus.Nach seinem Tod wurden sie auf Leinwand abgenommen .

Goya hat wie kein anderer bildender Künstler seines Landes als Wegbereiter der Moderne gewirkt.

Literatur:

::Francisco de Goya - Caprichos, Hatje Cantz Verlag

 

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