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Realismus (etwa 1830- 1880)

Der Realismus stellte eine Gegenbewegung zur Romantik und zum Klassizmus dar und wurde zum Vorläufer des Impressionismus.Der Realismus ist die auf die Romantik folgende, diese ablösende Bewegung. Einen starken realistischen Unterton sehen wir schon im Werk Davids, des Hauptvertreters der klassizistischen Revolution, heraushören, besonders aber bei den führenden Malern der französischen, englischen und deutschen Romantik. Und in Goya äußerte sich gleichzeitig bereits der Realismus mit vehementer Genialität.

Bis an das Ende des "ancien regime" war die Kunst um Kirche und Palast zentriert. Nicht nur in dem Sinn, daß diese beiden Gebäudegattungen überhaupt die führenden architektonischen Aufgaben waren, auch nicht allein dadurch, daß von ihnen die entscheidenden Impulse und Aufträge ausgingen, sondern in weit umfassenderer Weise: Das »Gesamtkunstwerk« von Kirche oder Palast stellte alle Künste in seinen Dienst, zwang ihnen seinen Stilwillen auf. Mit der französischen Revolution und der industriellen Revolution der zur Massengesellschaft führte wurden neue Bedingungen für die Kunst wirksam.

Während es dem Klassizismus und jedem Idealismus um die Überhöhung der Wirklichkeit geht, geht es dem Realismus um die Erkenntnis der Wirklicheit.Der Maßstab für den Naturalismus ist die äußere Richtigkeit, der Maßstab fürden Realismus ist die innere Wahrheit.

Der Französiche Maler Gustave Courbet erklärte in seinem "Realistischen Manifest" (1855), daß er nur das darstellen will was er sehen und anfassen kann. Anders als der Akademismus ( siehe Klassizismus) will Courbet keine Überhöhung und keine repräsentativen Inhalte und Themen ( Orientierung an den Themen der antiken griechischen und römischen Kunst) , sondern das alltägliche Leben darstellen.

Die Kunstakademien ( z:B. Ecole des Beaux Arts) vertraten den Klassizismus mit historischen und mythologischen Themen (siehe zB.Adolphe Bouguereau )

Als Reaktion auf den sehr subjektiven Ansatz der Romantik. Der Unterschied zwischen Realismus und Naturalismus ist schwer definierbar. Der Begriff "Realist", hat früher ein Kunstwerk beschrieben, das oft einfach gemeint "häßliche" Gegenstände oder Figuren darstellte, im Gegensatz zu jenen, die als "schön" betrachtet wurden. Häufig hatten Sie frühere Szenen demütigen Leben beschrieben, der Begriff deutet eine Kritik der gesellschaftlichen Zustände an. Folglich, einige von den Arbeiten der französischen Künstler Gustave Courbet (zum Beispiel, The Stonebreakers, 1850), Honoré Daumier, und Jean François Millet beschreiben den gesellschaftlichen Realismus.

Um 1840-1850 war der Realismus allenthalben die führende Strömung in der Kunst. Den Begriff >Realismus< haben die Beteiligten selbst auf ihre eigene Kunst angewendet. Die Träger des Klassizismus haben nie von sich als von »Klassizisten« gesprochen, und auch »Romantiker« ist zuerst als Schimpfwort in Umlauf gesetzt worden; Courbet aber wählte »Le Realisme« als Kampfparole. Er umriß sein Ziel mit den Worten: »Imstande zu sein, die Sitten, die Gedanken, den Aspekt meiner Epoche meiner Auffassung gemäß wiederzugeben... Lebendige Kunst zu schaffen.« Ein künstlerisches Programm solcher Art, für das alle Erscheinungen der sichtbaren Welt gleichermaßen darstellungswürdig waren, hatte den Zusammenbruch der alten Hierarchie der Themen zur Voraussetzung, es war zugleich eine politische Äußerung. Courbet konnte daher formulieren: »Der Realismus ist seinem Wesen nach demokratische Kunst.« Den Hauptfeind sah man in dem lebensfremden idealistischen Klassizismus der offiziellen Akademien.

Der Gleichgültigkeit gegenüber dem »Gegenstand« folgte dessen Geringschätzung, und bald war man der Überzeugung, daß die Qualität der peinture sich um so mehr erweise, je unbedeutender das sujet sei. Dies beförderte die formalen Ideen die zur Moderne führten. Es historisch folgerichtig, daß vor allem die Landschaftsmalerei dem Prinzip zum Sieg verhalf: Corot und die Schule von Barbizon, Waldmüller, der junge Menzel und die Münchner, Jongkind in Holland, die Schule von Neapel und die Mocchiaioli in der Toskana -überall wurde um die Jahrhundertmitte die heimische, nicht mehr heroisch oder expressiv gesteigerte Landschalt zum bevorzugten Objekt.

Der Durchbruch des Realismus aber erfolgte anläßlich der Pariser Weltausstellung von 1855 mit der Sonderschau Courbets. Die weitere Verbreitung der Bewegung - insbesondere die Kunst Leibls und seines Kreises.

 

 

 

 

Charakteristik.

 Alltagsthemen ohne mythologische Überhöhung

Maler :

Frankreich: Daumier, Courbet, Troyon, Jonking,

 

Deutschland Menzel, Leibl, Schuch, Trübner, Thoma,

 

USA:

 

 

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