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Cezanne, Paul (1839 - 1906 )

 Biographie/ Sein Werk / Bilder

 Paul Cézanne, Selbstbildnis; 1873-1874. Paris, Musée d'Orsay.
Für Paul Cézanne war die Begegnung mit dem Impressionismus nicht der endgültig prägende Einfluss. Eine Zeit lang gehörte er der Gruppe an und versuchte sich am impressionistischen Stil, aber er legte doch auf einige Komponenten Wert, die von der übrigen impressionistischen Malerei eher vernachlässigt wurden. So verwandte er sehr viel Sorgfalt auf die Komposition seiner Bilder, und auch das Licht war ihm nicht so wichtig wie die Lokalfarbe der gemalten Gegenstände. Der Einzelgänger orientierte sich an den alten Meistern wie Veronese und Rubens, wesentliche Erkenntnisse über die Farbgebung erhielt er von Delacroix. Seine klassisch komponierte, intensiv kolorierte Malerei beeinflusste die Kunst des 20. Jahrhunderts stärker als die der übrigen Impressionisten und wirkte vor allem auch auf Pablo Picasso und Henri Matisse.

 www.wissen.de

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 Paul Cézanne - Lebenslänglich in finanzieller Bedrängnis (1839 - 1906)

 Er wurde am 19. Januar 1839 in Aix-en-Provence geboren und studierte nach dem Willen seines Vaters in seiner Heimatstadt Jura, wobei er nebenher im Abendkurs der École Municipale de Dessin Zeichenunterricht nahm. 1861 übersiedelte Cézanne nach Paris, wo er Bekanntschaft mit Pissarro machte. Noch im gleichen Jahr kehrte er entmutigt nach Aix zurück und trat in das Bankgeschäft seines Vaters ein. Zwischen 1862 und 1864 reiste er erneut nach Paris, wo er Renoir, Monet, Sisley, Bazille und später auch Manet kennenlernte. In den Jahren 1864 bis 1870 wechselte er mehrmals zwischen Aix und Paris hin und her und lernte in Paris seine zukünftige Frau Marie Hortense Fiquet kennen. Im Jahre 1872 wurde Cézanne Vater eines Sohnes, der auch Paul genannt wurde, und begann eine Zusammenarbeit mit Pissarro, der ihn impressionistisch beeinflußte. Diese gemeinsame Arbeit währte zwei Jahre lang und am Ende dieser Zeit beteiligte sich Cézanne an der ersten impressionistischen Ausstellung, an der er mit drei Bildern teilnahm, die verhöhnt und verlacht wurden. Zwischen 1879 und 1886 hielt er sich in Paris und bei anderen Künstlern an verschiedenen Orten Frankreichs auf. Schließlich kehrte er nach Aix-en-Provence zurück, wo er den größten Teil der kommenden Jahre verbrachte und am 22. Oktober 1906 verstarb.

Durch die Zurückführung seiner Motive auf geometrische Grundformen, wandelte Cézanne das Sehvermögen des Betrachters radikal um und gehört so neben van Gogh, Gauguin und Munch zu den Wegbereitern der modernen Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts; zu seiner Lebenszeit blieb ihm hingegen die Anerkennung von Kunstszene und Kritikern versagt, so daß er finanziell von seinem Vater, dem Bankier, abhängig blieb.

http://www.21web.de/Biografien/Cezanne_Paul/cezanne_paul.html

 

Das Werk Paul Cezannes als Einheit von Sehen und Denken, Bild und Begriff

Paul Cezanne gilt neben Vincent van Gogh, Edvard Munch, Paul Gaugin, James Ensor und George Seurat als einer der "Väter der Moderne" in der Malerei. Seine Bilder zeigen an austauschbaren Motiven eine neue Möglichkeit der Darstellung. Die Darstellungsmittel: Farbe und Form werden zum Gegenstand des Interesses. Die Darstellung der optischen äußeren Wirklichkeit wird durch eine formale Sicht auf Strukturen und ihre Darstellung als reine Bildfläche ersetzt.

Cezanne, der seine malerische Tätigkeit mit erzählenden Bildern in klaren, eindringlichen Farben begann, entfernte sich ab 1877 vom Impressionismus, der als erste künstlerische Richtung der klassischen Moderne die unmittelbare Wiedergabe der natürlich empfundenen Anschauungen und Eindrücke zum Programm erhoben hatte. Auch nach dem Abschied von impressionistisch-freundlichen Landschaften blieb die Arbeit vor der Natur für Cezanne von wesentlicher Bedeutung: Um Fortschritte zu machen, gibt es nur eins: die Natur, und im Kontakt mit ihr wird das Auge erzogen. (Paul Cezanne, Über die Kunst, hrsg. von W. Hess, Mittenwald 1980, S. 91)

 

Kunst, so Cezanne, sei eine Harmonie parallel zur Natur (d.h. Modelle der Realität (ebd., S. 12)): eine nicht abschreibbare, nicht kopierbare, sondern allein durch Farbe zu repräsentierende Erfahrung der Präsenz und damit von Wahrheit. Seine Bilder, vor allem die immer wieder gemalten Ansichten des provenzalischen Bergmassivs Mont Saint Victoire in der Nähe seines Heimatortes Aix-en-Provence, zeigen die von Cezanne entwickelte Logik der Farben, nach der Licht und Schatten, Sonne und Erde, Baum und Feld durch Farbstufungen wiedergegeben wurden. Das Besondere dieser in Farbe transponierten Natur- Darstellung liegt in der Bewahrung der Körperlichkeit der Dinge. Aus den Farbtönen Gelb, Rot, Grün, Blau und Schwarz entwickelte er farbige Abstufungen, die die Konturen der Dinge dialektisch aufhoben. Cezannes Bilder bannten die Dinge als wirklich, sinnlich-konkret auf die Leinwand und waren gleichzeitig mehr: sie überschritten die empirische Zufälligkeit und Vergänglichkeit des Dargestellten und ließen Wirklichkeit so als ausschliessliches Ereignis des Auges begreifen. Alles andere Wissen und Wahrnehmen fiel hinter dieses Sehen zurück, das allein die Farbe als Mittel zur Odnung der verwirrenden Sinneseindrücke verwendete. Der Verzicht auf die Optik der Wissenschaften und des "gesunden Menschenverstandes" eröffnete den Blick auf das, was bislang unsichtbar geblieben war: eine Natur, die den Menschen nicht benötigte, die ihm nicht diente und die imWechsel der Jahreszeiten ein immer neues und doch immer gleiches Bild von Werden und Vergehen bot.

Cezanne selbst strebte nach eigenen Worten nach Erfassung des Wesentlichen (formale Strukturen), nach Fixierung der Natur hinter der Natur: Die Natur ist nicht an der Oberfläche, sie ist in der Tiefe. Die Farben sind der Ausdruck dieser Tiefe an der Oberfläche. Es gelte, die beiden gleichlaufenden Texte, die gesehene Natur, die empfundene Natur, die dort draußen (gemeint ist die Aussenwelt) und die hier drinnen (die Innenwelt) zu verschmelzen, um zu dauern, zu leben. Der Künstler müsse eine lichtempfindliche Platte sein, auf der sich die Landschaft abzeichne. (P. Cezanne, Über die Kunst, S. 29, 13)

 

http://www2.rz.hu-berlin.de/visuelle/ralf/cezanne.htm

  

Cezannes Bilder

  Still Life with Kettle, Glass and Plate of Fruit

1900, 45,8 x 54,9 cm National Gallery of Art, Washington

Der Maler Louis Le Baile besuchte Cézanne 1898 in seinem Atelier und beschreibt , wie Cézanne Stilleben vorbereitet :

" Das Tuch wurde geschmackvoll auf dem Tisch drapiert. Dann legte Cézanne die Früchte zurecht, wog die Töne gegeneinander ab, brachte die Komplementärfarben zum Schwingen, die grünen Töne mit den roten, die gelben mit den blauen, drehte, neigte die Früchte und brachte sie in die von ihm gewünschte Lage, wobei er sie mit Ein - und Zweisousstücken stützte. Er tat es mit großer Sorgfalt und Behutsamkeit ; man spürte, daß es füe ihn ein Augenschmaus war; dann erklärte er , " Die Hauptsache ist die Modellierung,; doch sollte man nicht modellieren, sondern modulieren."

http://www.onlinekunst.de/januar/19_01_Cezanne.htm

 

 Montagne Sainte-Victoire 

 

Große Badende

 

 Links:

Literatur:

Cezanne- Vollendet -Unvollendet , Hatje Cantz Verlag

Cezanne- Aufbruch in die Moderne , Hatje Cantz Verlag

 Florian Adler

kunstwissen.de

 
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