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Monet, Claude (1840 - 1926 )

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Claude Monet wurde in Paris am14. 2.1840 geboren und starb am 6. 12.1926 Giverny.1858 in Le Havre Bekanntschaft mit dem Landschaftsmaler Eugene Boudin, etwas später an der Pariser Academie Sulsse mit C.Pissarro; 1862 im Atelier Gleyre der Ecole des BeauxArts. Beginn der Freundschaft mit A.Renoir und A.Sisley; gemeinsame Freilichtstudien. G.Courbet und E.Manet beeindruckten Monet zu dieser Zeit besonders; 1865 entstand «Das Frühstück im Grünen».

1870/71 in England, wo er die Werke der Landschafter J. Constable und W. Turner kennenlernte.

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1872-1878 in Argenteuil; Abwendung vom Figurenbild; Ansichten der Seine in leuchtenden,hellen Farben vor dem Objekt im Freien gemalt. Sein Bild >Impression, Sonnenaufgang< (1872) wurde 1874 zum Anlaß der ursprünglich abwertend gemeinten Bezeichnung >Impressionisten<.

In seinen späteren Werken trat das Gegenständliche als festumrissene Form zunehmend in den Hintergrund zugunsten der Wiedergabe atmosphärischer Stimmungen durch kurze Pinselstriche vor dem Objekt im Freien; häufig malte er ein Motiv zu verschiedenen Tageszeiten bei wechselnder Beleuchtung in feinsten Farbabstufungen (Kathedrale von Rouen, Seerosen).  :::


Claude Monet entwickelte die Darstellung von Landschaft in ihrem natürlichen wechselndem Licht im Rahmen der Freilichtmalerei zur Meisterschaft, schließt die Neuzeit ab und führt über in die Moderne.

Monet wurde in Paris geboren, verbrachte jedoch den Großteil seiner Kindheit in Le Havre an der Atlantikküste. Dort beschäftigte er sich bereits als Kind mit dem Zeichnen und machte sich bald als Karikaturist einen Namen. Nachdem er sein Jugendatelier aufgeben musste, malte er mit Eugène Louis Boudin Meeresbilder im Freien. In seiner frühen, figürlichen Malerei ist deutlich der Einfluss Gustave Courbets zu spüren. Während der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts stand er in enger Verbindung mit seinen Zeitgenossen Édouard Manet, Camille Pissarro, Pierre Auguste Renoir und Alfred Sisley.

Monet begann Landschaften und Szenen aus dem bürgerlichen Alltagsleben unter freiem Himmel zu malen (z. B. Frühstück im Freien, 1865-1866, ) und hatte bereits frühzeitig erste Ausstellungserfolge zu verzeichnen, ohne diesen Stil jedoch konsequent weiterzuentwickeln. Stattdessen experimentierte er mit neuartigen Darstellungsformen, die darauf abzielten, die Konturen des dargestellten Gegenstandes aufzulösen und durch einen skizzenhaften Auftrag heller Farben mit kurzen Pinselstrichen das natürliche Licht einzufangen. Während seiner Zeit in Argenteuil (1872-1878) lebte er in bitterer Armut.

1874 beschlossen Monet und seine Freunde, sich mit selbstorganisierten Ausstellungen direkt an die Öffentlichkeit zu wenden. Obgleich sie sich selbst als „Unabhängige" bezeichneten, nannte sie die Presse nach Monets im gleichen Jahr in Paris ausgestelltem Landschaftsgemälde Impression, soleil levant (1872, ) schon bald abwertend „Impressionisten", da ihre Arbeiten als skizzenhaft und unfertig eingestuft wurden. Dies war besonders auf den kräftigen und bestimmten Farbauftrag zurückzuführen, der dem Betrachter einen spontanen Eindruck von der Natur vermittelte. Während der siebziger und achtziger Jahre des Jahrhunderts verfeinerte Monet seine Technik immer weiter und unternahm zahlreiche Reisen in Frankreich, besonders an die Mittelmeer- und Atlantikküste, um dort die Lichtverhältnisse zu studieren. Er wurde zum konsequentesten Künstler der Impressionisten und führte seine Malerei bis zur völligen Auflösung der Form in farbige Nebel weiter. Er bildete seine Objekte zunehmend nur noch aus Licht und Farbe; selbst die Schatten, die die Gegenstände werfen, und die Atmosphäre, die sie umgibt, setzen sich aus Farbe zusammen und lösen sich in Farben auf. Charakteristisch ist auch die zyklische Wiederholung seiner Bildmotive, wie Heuhaufen, Bäume oder die Kathedrale von Rouen, die er immer wieder zu verschiedenen Tageszeiten und unter veränderten Lichtverhältnissen darstellte. Personen traten aus seinen Bildern zu Gunsten reiner Naturdarstellungen weitgehend zurück. Die Gegenständlichkeit verlor sich dabei zunehmend in der dominierenden Farbigkeit seiner Bilder.

Bis Mitte der achtziger Jahre hatte Monet, nunmehr führender Maler der Impressionisten, Anerkennung und finanzielle Sicherheit gewonnen und konnte 1890 in dem Dorf Giverny in der Nähe von Paris ein Haus erwerben. Dort legte er einen Seerosenteich an, der von Bambus und Trauerweiden umgeben war und über den eine japanische Brücke führte. Von 1899 bis zu seinem Tod stellte diese Gartenlandschaft eines seiner bevorzugten Motive dar. Beispiele dieser Teichbilder (z.B.Blaue Seerosen, nach 1916) zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten befinden sich heute im Besitz der Orangerie des Tuilleries, in der Neuen Pinakothek in München und im Museum of Modern Art in New York. Obwohl Monets Augen im Alter auf Grund einer Erkrankung immer schwächer wurden, malte er weiterhin bis kurz vor seinem Tod am 5. Dezember 1926 in Giverny.

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Literatur:

  Monet
Author(s): Heinrich, Christoph
Softcover, flaps, 185 x 230 mm, 96 pages
Basic Art Series
Publishing Date: February 2004

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Monet or the Triumph of Impressionism
Author(s): Wildenstein, Daniel
Flexi-cover, 196 x 258 mm, 480 pages

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Monet
Author(s): Sagner-Düchting, Karin
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Publishing Date: April 2004

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Monet
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Flexi-cover, 196 x 258 mm, 712 pages
The only monograph to date covering the full scope of Impressionist painting
Taschen Verlag, ISBN

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