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Victor Vasarely ( Nizza 1908 -Paris 1997 )

 

 

Vasarely wurde am 9. April 1908 in Pécs (Ungarn) geboren, gestorben am 15. März 1997 in Paris) . Er zählt zu den Hauptvertretern der Op-Art. Er studierte in Budapest an der Podolini-Volkmann Akademie. Später besuchte er die von Alexander Bortnyik in der Tradition des Bauhauses geführte Mühely Schule für Grafik.Nach einem Studium an der Budapester Akademie emigrierte er 1930 nach Paris und arbeitete zunächst als Werbegrafiker und entwarf bis 1940 hauptsächlich Poster. Als Gebrauchsgrafiker entwarf er u. a. das Signet für Renault. Er tritt der auf reine Geometrisierung des Bildraums gerichteten Gruppe Espace bei.Bereits zu diesem Zeitpunkt versuchte er Dreidimensionalität ohne Nutzung der klassischen Zentralperspektive zu erzielen. Sein erstes großes Werk Zebra gilt heute als das erste Werk der Op Art. Das Formenvokabular seines künstlerischen Schaffens umfasst Quadrat, Raute, Dreieck, Kreis und Stabform. Seit 1961 lebte er in Annet sur Marne. In seinen Bildern entwickelte er Farbmuster, bei denen in einem Gitterwerk geometrische Formen in leuchtenden Farben so angeordnet sind, daß im Auge des Betrachters der Eindruck der Räumlichkeit und der Bewegung entsteht. Dabei nutzte er konsequent kinetische Effekte und optische Phänomene.Vasarely entwickelte dabei Interesse an trompe-l’oeil (Täuschung des Auges) Effekten, grafischen Mustern und Illusionen des Raumes. Durch moderne Drucktechniken realisiert er seine Bildtafeln und Grafiken, die auf mathematischen Berechnungen basieren. Ziel des werkes ist es Farbe und Form so zu gestalten, das in der Wahrnehnmung des Betrachters kinetische Effekte erzielt werden, dass der Betrachter optisch verunsichert wird. Die Bildwahrnehmung pulsiert im Auge des Betrachters.

Zitat Vasarely: "Die Kunst ist künstlich und keineswegs natürlich: Schaffen heißt nicht die Natur nachahmen, sondern ihr gleichkommen und sie sogar mittels einer Erfindung, deren unter allem Lebenden nur der Mensch fähig ist, übertreffen."

 Ab 1944 widmete er sich ausschließlich dem Malen. In diesem Jahr hatte er auch seine erste Einzelausstellung in der Galerie Denise René, Paris. Hier zeigte er, neben Schachbrettmustern und sich widerstrebenden Mustern, auch figürliche Motive. 1947 entschloß sich Vasarely, sich auf konstruktiv geometrische, abstrakte Motive zu konzentrieren.

In den späten 50er Jahren leistete er Pionierarbeit auf dem Gebiet der Op Art. Seine Werke sind gekennzeichnet durch ein aggressives Zusammenspiel verschiedener Arten von Mustern. Sie basieren auf einer gewissen Anzahl standardisierter Grundformen und Farben, die auf die verschiedensten Arten aneinandergereiht und variiert werden. Victor Vasarely hat in den Jahren 1965 und 1967 zahlreiche internationale Kunstpreise gewonnen.

1970 gründete er ein Museum mit seinen eigenen Arbeiten auf den Chateau de Gordes (1996 geschlossen) und 1976 die Vasarely Foundation in Aix-en-Provence (1997 geschlossen), ebenfalls 1976 Eröffnung des Vasarely-Museums in Pécs, Ungarn, im Geburtshaus des Künstlers. 1987 Eröffnung des Vasarely-Museums im Schloß Zichy, Budapest, Ungarn. Seit 1961 lebte er in Annet-sur-Marne, wo er am 15.März 1997, im Alter von 91 Jahren verstarb.

 Werke

Sein Werk ist von verschiedenen Perioden geprägt, die mitunter parallel verliefen oder sich überschnitten haben.

 Periode Noir-Blanc (1955-1963), in der er mit dem Konstrast der Farben Weiß und Schwarz spielt

Hommage à l‘hexagone (1964-1972), in der er mit Hell-Dunkel-Effekte physikalisch nicht mögliche Perspektiven entstehen läßt.

Universelle Strukturen - Vega (ab1969), in der er ein regelmäßiges Gitter so verformt, dass es optisch den zweidimensionalen Raum verlässt.

 

1957. "Markeb-Neg"

1968, "Vega 200"

1969, "PAUK-SP"

1978, "Gestalt-Rugó"

 

Ein Museum mit Werken Vasarelys findet sich im provenzalischen Ort Gordes, ein weiteres im budapester Stadtteil Óbuda.

 

Literatur von und über Victor Vasarely im Katalog der DDB

Webseite der Vasarely Stiftung in Gordes, mit zahlreichen Abbildungen

 

Links: vasarely.org

kunstwissen.de

 
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