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Neue Sachlichkeit (1918- 1933)

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Der Museumsdirektor Gustav Friedrich Hartlaub (1884-1963) betitelte eine Kunstausstellung moderner Malerei in Mannheim 1925 erstmals mit dem Begriff : >Neue Sachlichkeit<. Danach wurde dieser Begriff auf alle Kunstrichtungen angewandt die jenseits von Kubismus, Abstaktion und Expressionismus, sich um eine sachliche Darstellung der sozialen Wirklichkeit bemühten. In der nach der Inflation begonnenen Stabilisierungsphase der Weimarer Republik setzte sich eine allgemeine "Versachlichung" der ästhetischen Ausdrucksform durch. Das facettenreiche Arbeits- und Alltagsleben der Menschen in den Großstädten waren Schwerpunkte der Neuen Sachlichkeit. ( siehe die zeitbezogenen Romane von Hans Fallada, Lion Feuchtwanger, Egon Erwin Kisch oder Alfred Döblin.)

Die Malerei zeichnete sich durch unsentimentale Darstellungsweisen aus. Die Abbildung der nüchtern Wirklichkeit stand im Vordergrund. Bevorzugte Genres waren Stilleben und Porträts. In bewußter Abgrenzung vom Expressionismus ließ die Präzision der Wiedergabe die Menschen bei Christian Schad, Conrad Felixmüller (1897-1977), Ernst Thoms (1896-1983) oder Curt Querner (1904-1976) oft in einer eingefrorenen Haltung erstarren.

Eine politisch links orientierte Strömung repräsentierten vor allem George Grosz und Otto Dix. Mit ihren zum Teil grotesk verzerrten, karikierenden Bildern, in denen die "Halbwelten" aus Verbrechen und Prostitution nicht ausgenommen blieben, übten sie scharfe Kritik an den sozialen Zuständen der zwanziger Jahre. Dem gegenüber stand ein klassizistisch-idealisierender Stil, beeinflußt vor allem von Georg Schrimpf (1889-1938) und Alexander Kanoldt (1881-1939). Ihre kubistisch geprägten, nicht selten naturbezogenen Gemälde dokumentierten die in der Weimarer Republik verbreitete Sehnsucht nach Idylle.

Nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise verlor der neusachliche Malstil an Bedeutung. Unwiderruflich zu Ende war die Vielfalt der Neuen Sachlichkeit nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933.

 

Charakteristik.

 

Maler :

Otto Dix, (1891-1969)

George Grosz, (1893-1959)

Karl Hubbuch, (1891-1979)

Richard Oelze, (1900-1980)

Christian Schad, (1894-1982)

 

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