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Hesse, Eva (1936 -1970)

Bilder

 :von Katharina Vorbeck

 

Eva Hesse was born January 11, 1936, in Hamburg. Her family fled the Nazis and arrived in New York in 1939. She became a United States citizen in 1945. When Hesse was ten years old, her mother committed suicide. Racked with anxiety throughout most of her life, Hesse nonetheless persevered in her single-minded pursuit of making art. After winning a scholarship to the Yale Norfolk Summer School of Music and Art, Norfolk, Connecticut, in 1957, she was accepted by the School of Art and Architecture at Yale University, New Haven, where she studied painting with Josef Albers. In 1959, Hesse received her B.F.A. from Yale and returned to New York, where she worked as a textile designer.

 1961, she married the sculptor Tom Doyle. She made her first three-dimensional object--a costume made of chicken wire and soft jersey--for a Happening organized by Allan Kaprow, Walter De Maria, and others in 1962. Hesse had her first solo show, of drawings, the following year at the Allan Stone Gallery, New York. In 1964, she and Doyle spent over a year living in Kettwig-am-Ruhr, Germany, under the patronage of a German textile manufacturer and art collector. Hesse’s first solo show of sculpture was presented at the Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, in 1965.

 

She and Doyle returned to New York in 1965 and separated after several months. Hesse began to use latex to make sculpture in 1967, and then fiberglass the following year. While Hesse’s work shows affinities with the concerns of Minimalism [more], it cannot be easily characterized under any particular art movement. In 1969, she was diagnosed with a brain tumor, and after three operations within a year, she died May 29, 1970.


Eva Hesse gilt als zentrale Figur der Kunst des 20. Jahrhunderts. Ihr kurzes dramatisches Leben begann 1936 in Hamburg als Tochter eines jüdischen Strafverteidigers. Im Alter von zwei Jahren musste sie aber mit Ihren Eltern nach New York emigrieren, wo sie studierte und lebte. Ihre Schaffensperiode dauerte nur 10 Jahre in der sie circa hundert Skulpturen, mehr als 850 Zeichnungen und über 111 Gemälde schuf.

Entscheidende Prägungen erhielt ihr Werk Anfang der sechziger Jahre durch die Objekte von Marcel Duchamp.

Eva Hesse besitzt auch malerische Qualitäten. 1964/65 verbrachte sie zusammen mit ihrem Ehemann Tom Doyle ein Jahr in Kettwig an der Ruhr. Hier entstanden ihre ersten dreidimensionale Arbeiten. In ihrer Frühphase, vor dem Deutschlandaufendhalt im April 1969, entstehen viele kleinformatige, "altmeisterliche" Zeichnungen in warmen Grau- und Brauntönen. Erst nach der Trennung von ihrem Ehemann Tom Doyle wendet Sie sich ganz von der Malerei ab. Im Anschluß an die Rückkehr nach New York wandte Eva Hesse sich ganz der Skulptur zu und arbeitete dabei mit den ungewöhnlichen Materialien Latex, Glasfaser und Polyester.

1969 wurde bei ihr ein Gehirntumor diagnostiziert und an dessen Folgen sie am 29 Mai 1970 verstarb.

 Vor allem nach ihrem Tod hat ihr visionäres Werk weltweit hohe Anerkennung gefunden. Ihre Skulpturen besitzen eine magische Anziehungskraft und bestechen durch eine, damals revolutionäre Materialästhetik und einen ergebnisoffenen Werkbegriff. Eva Hesse war eine Pionierin der Materialkunst: Aus industriell gefertigten Produkten gestaltete sie Kunststücke die 35 Jahre nach ihrem Entstehen die Aura des Unnahbaren haben. Die Künstlerin indessen pflegte einen spielerischen Umgang mit ihrer Anti-Kunst.

Die magische Anziehungskraft von Eva Hesses Werk hat ihren Ursprung im surrealen Prinzip der Verfremdung ebenso wie im Reiz des Gegensätzlichen. Lange vor den aktuellen Diskussionen über non-lineare Systeme entdeckte Hesse spielerisch-intuitiv das Chaospotential in den Strukturen von Ordnung und Repetition. .

Das Transluzente, Fließende, aber auch das Vergängliche der von ihr bevorzugten Materialien und Formen ist interpretierbar als Metapher für den Grenzbereich zwischen Realität und Absurdität.

 


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kunstwissen.de

 
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