<<


CHUCK CLOSE (1940- )

 

Der amerikanische Porträtmaler CHUCK CLOSE (geb. 1940) geht - wie jeder Photorealist im strengen Sinne - nicht von der Wirklichkeit der Natur und ihrem direkten Reiz auf die Netzhaut aus, sondern von der indirekten Wirklichkeit des Photos. Close zerlegt das Foto, indem er es mittels eines Rasters auf die Leinwand überträgt. Für die verschiedenen Bildpartien benutzt er verschiedene Fotos. Diese sowohl analytische wie synthetische Methode erlaubt es ihm, von einem very sharp focus auszugehen und sich in jedem einzelnen Bildsegment auf einen neuen Brennpunkt zu konzentrieren. Auf diese Weise kopiert er die Fotografien mit Acrylfarben peinlich genau und in mehrfacher Lebensgröße. Aufgrund der extremen Detailreichtum hat man den Photorealismus auch als Super- oder Hyperrealismus bezeichnet, eine art "High fidelity" (Hifi) für die Augen.

 

 

 

 

kunstwissen.de

 
>