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Action Painting

Die Genese des Action Painting/ Abstract Expressionism 1938 - 1960

In the late 1930s and early 1940s, around the outbreak of World War II, many Surrealists fled Europe and settled in New York. Their interest in unmediated expression to reach the absolute soon influenced a young generation of painters struggling to find a voice for American art. The new movement, which became known as Abstract Expressionism, was heavily indebted to the ideas of the European pioneers of abstraction, including Vasily Kandinsky, whose work was championed in influenced a young generation of painters struggling to find a voice for American art. The new movement, which became known as Abstract Expressionism, was heavily indebted to the ideas of the European pioneers of abstraction.


In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich zeitgleich in Europa und den Vereinigten Staaten die "Lyrische Abstraktion mit nicht geometrischen Formen und freien, die Betonung auf persönliche Empfindungen legenden malerischen Pinselstrichen.

 

Die herrschende damalige Bewegung war der Surrealismus, der durch seine Darstellungsmethode der >ècriture automatique< ( des automatischen Schreibens, unter Ausschaltung des Verstandes und der Überlassung der Kontrolle des Pinsels an das Unbewusste ) die Entwicklung der Malerei und der Kunst allg. bestimmte. Der Zufall war dabei die wesentliche Methode die Unsichtbares Sichtbar werden lassen sollte; die das Treffen mit dem Unbewussten anberaumte. Die Befreiung von allen Zwängen und Konventionen hatte vor dem Surrealismus schon bei Dada seinen Ursprung genommen und so ist es nicht verwunderlich, das in den Werken der Künstler die surrealen und die dadaistischen Elemente zusammenfließen, wie zB. bei Marcel Duchamp, dem wichtigsten Neuerer des 20ten Jahrhunderts, nur gefolgt von Picasso.( Auf Duchamp stützen sich Warhol, Beuys und Paul McCarthy, als seine konsequenten Nachfolger )

 

Vielen erschien "Informel" oder "Tachisme" - wie man sie in Paris bezeichnete - und "Abstrakter Expressionismus" oder "Action Painting" - wie sie in New York genannt wurde - als die natürliche Kulmination der modernen Tradition der Malerei von Cezanne über Fauvismus ,Kubismus und Bauhaus. Um das Jahr 1957 konnte der französische Kritiker Michel Seuphor schreiben: "Abstrakte Kunst ist so erfolgreich, daß sie dabei ist, das Gesicht unseres Jahrhunderts zu prägen."

 

 

Entwicklung in den USA

In den dreißiger Jahren waren der Regionalismus Thomas Hart Bentons, John Steuart Currys und Grant Woods sowie der soziale Realismus Ben Shanhns die vorherrschenden Ästhetikkonzepte in den USA.

Durch die Einwanderer De Kooning, 1925aus Niederlanden, Gorky, 1920 aus Armenien, Mark Rothko,1913 aus Rußland und Hans Hoffmann , der 1930 von München nach nach Berkeley zu Vorlesungen kam und dann seit 1932 in NY, ab 1938 mit seiner eigenen Schule für Moderne Malerei in NY an der 52 West Eighth Street, kam es zu deutlicher Umorientierung. Dazu der Einfluß von Duchamp seit 1915, wobei sein Akt die Treppe hinabsteigend schon 1912 in der Amory Show Skandal machte.

 

Die Surrealisten ( Dali, Ernst, Masson, Matta, Tanguy,Miro ) vermittelten die Idee der automatischen Bilderzeugung und des Unterbewußten. Ganz wesentlich wurde der Einfluß von Masson für Motherwell und Rothko und Pollock.

Im Rahmen seiner Erforschung des surrealistischen Automatismus soll Baziotes Jackson Pollock 1941 in Gerome Kamrowskis Atelier demonstriert haben, wie er Farbe auf den Malgrund tropfen ließ". 1944 gab Jackson Pollock zu: "Die Tatsache, daß heute gute europäische Moderne hier sind, ist von großer Bedeutung, da sie ein gutes Verständnis für die Probleme moderner Malerei haben. Vor allem aber beeindruckt mich ihre Vorstellung, daß die Kunst aus dem Unbewußten schöpft."" Anfang 1942 hat Pollock bekanntlich zusammen mit Matta, Motherwell, Baziotes, Kamrowski und Peter Busa Diskussionen geführt und sich an gesellschaftlichen Aktivitäten beteiligt, bei denen es um Mattas Plan ging, eine neue Bewegung auf der Grundlage des angewandten Automatismus zu formieren".

 

Der Kritiker und Kunsthändler John Bernard Myers behauptet, er habe Pollock einmal gefragt, ob er in irgendeiner Weise von den Surrealisten beeinflußt worden sei. Pollock soll daraufhin zugestanden haben, "deren Glaube an den

>Automatismus< bzw. die Herstellung eines Bildes, ohne zuvor >bewußte< Kontrolle darüber zu üben, was sich auf der Leinwand abspielen soll", habe ihn beeinflußt. In diesem Zusammenhang bezeichnete er Massons Werk als Beispiel für eine besonders erfolgreiche Anwendung des Automatismus. Im Laufe des Jahres 1944 bzw. Anfang 1945 dürfte Pollock Masson in Stanley William Hayters Atelier 17 in New York begegnet sein, wo beide Künstler an Drucken arbeiteten. Der Einfluß der Surrealisten im NY der vierzieger Jahre war umfassend. Erst mit dem jahr 1948 geht dieser Einfluß zurück.

 

Folge eines Besuches in Hofmanns Atelier suchte auch Peggy Guggenheim, die Pollock vertrat, Hofmann auf und bot ihm daraufhin seine erste New Yorker Einzelausstellung in ihrer "Art of This Century" Galerie an; das war 1944. Sie hatten ihm zwar jahrelang zugehört, Hofmanns Malerei jedoch lernten die meisten Mitglieder der Kunstwelt erst anläßlich dieser Ausstellung kennen. Vor allem Pollock ist es zu verdanken, daß auch Motherwell Hofmann begegnete. Pollock führte Motherwell, Baziotes und andere Künstler der Gruppe, die sich 1942 vorgenommen hatten, mit dem Automatismus zu experimentieren, in Hofmanns Atelier ein; sie wollten ihn darum bitten, sich ihrer Gruppe anzuschließen. Hofmann lehnte ab.

 

Pollock scheint Hofmann besonders geschätzt zu haben - er kaufte zwei Pollock-Gemälde für seine eigene Sammlung -, und wenn sich die beiden trafen, pflegten sie regen Austausch. Sie besuchten einander immer wieder in ihren Ateliers, und im Sommer 1944 trafen Pollock und Krasner die Hofmanns in Provincetown. Viel Gerede hat es über die Bedeutung von Hofmanns Vorhersage bezüglich Jackson Pollocks Tropftechnik gegeben; getrübt wird sie jedoch durch einige Faktoren, deren wichtigster wohl die Tatsache sein dürfte, daß anscheinend viele Tropfbilder irrtümlich nachdatiert wurden. Das berühmte Bild Spring aus der Sammlung des Museum of Modern Art zum Beispiel wurde allgemein auf das Jahr 1940 datiert; heute geht man hingegen davon aus, daß das Bild erst Mitte 1944 gemalt wurde.

Hofmanns nahezu unumgängliche Präsenz in den dreißiger und vierziger Jahren ist zur Genüge dokumentiert worden. Die Frage hingegen, in welcher Weise er die Entstehung des Abstrakten Expressionismus beeinflußt habe, ist schon schwieriger zu beantworten. So sehr sich in bestimmten Aspekten seiner Kunst einige Entwicklungen in der amerikanischen Kunst der vierziger Jahre bereits ankündigten, zeigt sich doch in vielen von ihm eingeschlagenen Wegen, wie zum Beispiel seinen Experimenten mit dem Automatismus sowie seiner Arbeit mit primitiven, mythischen Themen.

Pollock suchte den Primitivismus jedoch nicht in fernen Mythen, sondern in sich selbst.

 

Der Franzose Jean Dubuffet stellt einen weiteren wesentlichen Einfluß dar, er vermittelt die Ideen des Art Brut und des Informel in der Kombination von unkünstlerischen Materialien und der Idee des Kompositinsverzichts.

Seine Anregungen werden vor allerm von Oldenburg Pollock und Rauschenberg aufgenommen.

 

Die schon durch den Krieg verwischten kulturellen Grenzen wurden zusätzlich von den sich nun häufenden Ausstellungen, internationalen Kunstveröffentlichungen und einem wachsenden Reiseverkehr weiter geöffnet. Bald wußten die Künstler überall, woran Künstler anderswo arbeiteten. Griff ein Maler in Manhattan zu einem Anstreicherpinsel, folgte ihm darin gleich ein Künstler in Paris. Bereits 1948 informierte der französische Abstrakte Georges Mathieu seine Pariser Gefährten über die aufstrebende New Yorker Schule. 1951 organisierte er eine Ausstellung, die den Titel "Vehemences Confrontees" trug und in der amerikanische Expressionisten wie Gorky, de Kooning, Pollock und Rothko den Europäern Hartung, Bryen und Wols gegenübergestellt wurden. Bilder der Ecole de Paris wurden von renommierten Galerien in New York ausgestellt und in der 10. Straße diskutiert.

 

Action Painting /Abstrakt Expressionism

Im Laufe der vierziger Jahre zeichnete sich immer deutlicher ein neuer Malerei-Stil ab. Diesem Gefühl gab Robert Coates in einem Artikel Ausdruck, den er 1944 im "New Yorker" veröffentlichte: "Ein malerischer Stil faßt in unserem Land Fuß, weder abstrakt noch surrealistisch, in dem aber dennoch beides anklingt; unterdessen erinnert der Umgang mit der Farbe - freischwebend und spritzig zumeist, worin Gegenständliches nur vage anklingt - an die Methoden der Expressionisten."" Aus dem Wunsch heraus, diese neue Bewegung zu definieren, organisierte Howard Putzel im Februar 1945 in seiner Galerie eine Ausstellung mit dem Titel "A Problem for Critics". An dieser Ausstellung nahm neben vielen amerikanischen und europäischen Malern wie Hans Arp, Gorky, Gottlieb, Andre Masson, Miro, Rothko und Pollock auch Hans Hofmann teil. Der Begriff "Abstrakter Expressionismus" als Name für die neue Malerei tauchte zum ersten Mal in einer Besprechung von Hofmanns Einzelausstellung 1946 in der New Yorker Mortimer Brandt Gallery von Robert Coates auf Coates schrieb dort, Hofmann sei "sicherlich einer der entschiedensten Vertreter dessen, was einige Leute als Spritz und-Schmier-Schule der Malerei bezeichnen, ich hingegen höflicherweise Abstrakten Expressionismus taufe.""

Viele seiner amerikanischen Kollegen lösten sich im Laufe der vierziger Jahre immer weiter von ihren europäischen Vorbildern. Als Pollock 1948 seine Tropfbilder ausstellte schockiete der Besucher und künstler. In Gesprächen wurden sodann Freiheit, Innerlichkeit und Wagnis und Geistigkeit , Nähe zu den Gefühlen wurden zu Klärungsbegriffen seines Werkes.Die Künstler fühlten den Drang eine eigenständige amerikanische Kunst zu schaffen. Ende der 50ger Jahre ließ das Museum of Modern Art eine große Ausstellung unter der Bezeichnung >Neue Amerikanische Malerei< durch Europa wandern.

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