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GRIFFELKUNST e.V. online
 

Vorwort / Die Griffelkunst / Geschichte / Mitgliedschaft / Auswahlen / Vorstand

Die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V. ging im Jahr 2000 in ihr 75. Jahr seit ihrer Gründung. Konzept und die Wege der Vermittlung sind unverändert und haben sich über die Jahrzehnte hin bewährt, ja stehen heute einmalig da. Die Jahresgaben von Kunstvereinen unterliegen eher den Regularien des Handeis, wir folgen diesen nicht. Das verdanken wir namhaften Künstlern, die unser Prinzip der nichtkommerziellen Vermittlung fördern und anerkennen und gelingt aber nur durch die Verpflichtung der Mitglieder, die erworbenen Blätter zu sammeln und nicht auf den Markt zu bringen.

Die Griffelkunst hat von jeher historische Entwicklungen durch die Edition aus Nachlässen bedeutender Künstler dokumentiert, ihr Schwerpunkt liegt aber in der Gegenwartskunst. Damit zeigt sie Tendenzen in der Weiterentwicklung der graphischen Techniken auf, die sich in stetem Wandel befinden. Dieser Wandel ist zu betrachten und zu fördern, da traditionalistischer Stillstand der Kunst nicht dient. So haben wir auf die wachsende Wertschätzung künstlerischer Photographie früh reagiert und ein inzwischen gerne angenommenes Sammelgebiet unserer Arbeit hinzugefügt. Heute müssen wir aber auch am Computer entwickelte Arbeiten in unser Angebot aufnehmen.

Außerdem haben wir seit 10 Jahren die Vergabe eines Graphikpreises ausgeschrieben, der durch freiwillige Spenden der Mitglieder finanziert und etwa alle drei Jahre vergeben wird. Hierdurch fördern wir Künstler und regen sie zur Beteiligung an unserer Arbeit an.

Gleich nach der "Wende" haben wir Künstler in der ehemaligen DDR zur Bewerbung um den Graphik-Preis eingeladen. Darüber hinaus haben wir in Deutschland wirkende ausländische Künstler ins Blickfeld gebracht. Durch diese Zusammenarbeit sind bemerkenswerte Editionen entstanden.

Unseren Mitgliedern vermitteln wir ein lebendiges und aktuelles Angebot an Gegenwartskunst. Künstler regen wir zur Gestaltung an und manchen haben wir zur Arbeit mit den graphischen Techniken erst hingeführt. So sind und bleiben wir Anreger und Vermittler. Und wir sind sicher: auch in Zukunft liegen spannende künstlerische Entwicklungen vor uns.

Ralf Busch Günther Gercken , Hamburg 2002


Die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.

Die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V. ist eine als gemeinnützig anerkannte kulturelle Vereinigung mit Sitz in Hamburg. Ihre in der Satzung niedergelegte Zielsetzung will das breite Interesse an der bildenden Kunst fördern und zugleich Künstler zu druckgraphischen Arbeiten anregen. Vor allem soll die Freude am Sammeln von Kunstwerken geweckt werden durch die regelmäßige Ausgabe originalgraphischer Blätter, die aus einer halbjährlich vorgelegten Auswahl von 35 bis 40 Graphiken subskribiert werden können. Die in der Vereinigung erhältlichen Graphikblätter sind vom Künstler signiert, die Auflagenhöhe richtet sich nach den Bestellungen. Im Jahresbeitrag von z. Zt. 112,- Ç ist der Bezug von vier Blättern enthalten. Darüber hinaus können weitere Graphiken aus dem jeweils aktuellen Angebot sowie aus dem Restbestand erworben werden. Durch den niedrigen Preis der Graphikblätter soll eine möglichst große Zahl von Interessenten erreicht werden. Eine Konkurrenz zum Kunstmarkt liegt nicht in der Absicht der Vereinigung. Sie will vor allem kunstpädagogisch wirken, erfahrungsgemäß führt sie damit auch dem Kunstmarkt neue Interessenten zu.

Der Vereinigung gehören zur Zeit etwa 4.200 Mitglieder an, überwiegend in Deutschland, vereinzelt aber auch im europäischen und überseeischen Ausland. Außerhalb des Stammsitzes Hamburg-Langenhorn wird das Angebot den Mitgliedern in 86 ehrenamtlich geleiteten Zweiggruppen vorgelegt, wo die subskribierten Blätter bei der nächsten Bilderwahl abgeholt werden können.


Zur Geschichte der Vereinigung

Die Griffelkunst-Vereinigung wurde 1925 von dem Hamburger Volksschullehrer Johannes Böse gegründet. Mit 79 Mitgliedern nahm sie ihre Editionstätigkeit auf. Böse entstammte der kunstpädagogisch stark engagierten Hamburger Lehrerschaft, auf die das Wirken Alfred Lichtwarks an der Hamburger Kunsthalle großen Einfluss ausgeübt hatte. Lichtwark vertrat schon um 1895 die Ansicht, das graphische Blatt müsse als das dem Bürger am leichtesten erreichbare Kunstobjekt aus Gründen der Bildung und der Kunstförderung gezielt verbreitet werden, und unternahm deshalb mit der von ihm ins Leben gerufenen Gesellschaft für Hamburgische Kunstfreunde den Versuch einer ersten Graphikedition. Diese Bemühungen fanden in verschiedenen Gruppierungen Widerhall, in zwei Arbeiterkulturorganisationen ebenso wie in der Hamburger Lehrerschaft. Die gezielteste und dauerhafteste Nachfolge dieser frühen Graphikeditionen mit ihrem kunstpädagogischen Anspruch stellt sich in der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg dar, deren Gründung durch die nahezu gleichzeitige Entstehung der ersten Buchgemeinschaften beeinflußt wurde. Johannes Böse leitete die Griffelkunst-Vereinigung bis zu seinem Tode im Jahre 1956 ehrenamtlich und alleinverantwortlich. Seine Tochter Gerda Böse führte die Vereinigung bis zu ihrem Ausscheiden weiter. Seit 1964 ist die Griffelkunst-Vereinigung ein demokratisch geführter Verein mit Vorstand, Beirat und Geschäftsführer. Das Graphikangebot wird von einer bestellten Jury ausgewählt. Das Angebot der Edition setzt sich heute im wesentlichen aus drei Bereichen zusammen. Historische Beispiele, etwa des späten 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts, stehen neben graphischen Arbeiten der jüngsten Zeit. Als Ergänzung finden sich qualitätvolle Beispiele der Photographie. Ein Grundprinzip der Auswahl geht dahin, das Mitglied immer auch mit neuesten Tendenzen der Kunstentwicklung und schwierigen Werken bekannt zu machen.


Die Mitgliedschaft als Möglichkeit persönlicher und beruflicher Bereicherung

Schon Alfred Lichtwark wies unermüdlich auf die bildende und persönlichkeitsbereichernde Wirkung des Umgangs mit eigenem Kunstbesitz hin und riet, das Kunstwerk als „Freund" ins Haus zu holen und sich mit ihm im Sinne einer „Schule des Sehens" auseinanderzusetzen. Die Mitgliedschaft in der Griffelkunst-Vereinigung bietet demjenigen, der solche Auseinandersetzung versuchen möchte, einen einfachen Zugang zum Aufbau einer eigenen graphischen Sammlung. Dem Mitglied, das beruflich mit der Kunstvermittlung - etwa in der schulischen Kunstpädagogik - befasst ist, gibt das breit gefächerte Angebot der Edition didaktisches Material jeder Art und zu fast jedem Thema an die Hand, vor allem auch Arbeiten neuester Kunstrichtungen, die als Reproduktionen kaum erhältlich sind. Die eigene Auseinandersetzung mit diesem Material eröffnet dem Kunstpädagogen eine Informationsmöglichkeit, die auch Rückwirkung auf die BerufsausÜbung besitzt. Zahlreiche Schulen sind seit der Gründung der Vereinigung Mitglied. Sie verwirklichen auf diese Weise eine Idealvorstellung hamburgischer Kunsterzieher der zwanziger Jahre: in der Schule selbst ein "Kupferstichkabinett", Originale also, zu besitzen und im Unterricht heranziehen zu können. Diese Möglichkeit wird heute erweitert durch die in der Edition vorgelegten Beispiele künstlerischer Photo-graphie und neuer, mit photographischen Mitteln arbeitender künstlerischer Aussageformen.

Henrike Junge


Wir zeigen unsere Wahl zwei Mal jährlich, jeweils in den Monaten Mai und November, im Hamburger Raum:

Hamburg-St. Pauli(Geschäftsstelle), H-Bergedorf, H- Harburg, H- Schenefeld und an 82 anderen Orten:

Aachen, Arnsberg, Bergisch Gladbach, Berlin-Charlottenburg, Berlin-Dahlem, Bielefeld, Bocholt, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Celle, Coburg, Dessau, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Duisburg, Erfurt, Essen, Esslingen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Fulda, Gifhorn, Görlitz, Göttingen, Hannover, Helgoland, Hildesheim, Holzminden, Homburg, Itzehoe, Karlsruhe, Kassel, Kevelaer, Kiel, Koblenz, Köln, Köln-Müngersdorf, Leipzig, Lensahn, Limburg, Lindau, Ludwigsburg, Ludwigshafen, Lübeck, Lüneburg, Mannheim, Marburg, Meschede, Mönchengladbach, München, Münster, Niebüll, Nürnberg, Oldenburg i.O., Otterndorf, Paderborn, Pletten-berg, Ratingen, Ratzeburg, Recklinghausen, Rendsburg, Reutlingen, Rostock, Saarbrücken, Schleswig, Schleusingen/Südthüringen, Schwarzenbek-Geesthacht, Schwerin, Seesen, Stuttgart, Ulm, Villingen, Wiesbaden, Wilhelms-haven, Winsen, Wolfenbüttel, Wolfsburg, Würzburg.


Vorstand

Prof. Dr. Ralf Busch (1. Vorsitzender)
Prof. Dr. Günther Gercken (2. Vorsitzender)
Dr. Petra Roettig (Schriftführerin)
Dr. Beate Ermacora (Beisitzerin)
Rudolf Ziesing (Schatzmeister)
Geschäftsführung Harald Rüggeberg

Beirat

Brigitte Bedei
Petra Kluge
Dr. Friedrich Meschede
Dr. Gisela Sorger
Klaus Wycisk

Jury

Prof. Bogomir Ecker
Prof. Harald Klingelhöller
Prof. Norbert Prangenberg
Harald Rüggeberg
3 Mitglieder des Vorstands
3 Mitglieder des Beirats

Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.
Timmerloh 29, 22417 Hamburg
Telefon (040) 520 23 20 und 5 20 62 20
Telefax (040) 520 45 20
email: GriffeleV@aol.com
Konten: Postbank Hamburg, Konto 398 64 205, BLZ20010020
HASPA, Konto 1091 210037, B LZ 200 505 50

 

 

 

 

 

 

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