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Bleistift
  

Der Ursprung des Bleistiftes ("Bleisstift" ist vom Begriff her grundsätzlich verkehrt, denn der Graphitstift, so die korrekte Bezeichnung, beinhaltet keinerlei Anteile von Blei. Der Name entstand vielmehr daraus, dass man im Mittelalter Graphit für eine Art Blei gehalten hatte) liegt im Mittelalter.

. Der Name Graphit ist vom griechischen Wort "grafein" abgeleitet, das soviel wie "schreiben" bedeutet. Das englische Wort für Graphit lautet "plumpago" und bedeutet soviel wie "ähnlich dem Blei". Daher auch der Name "Bleistift". 

Später wurden aus den Graphitbrocken viereckige Stäbchen geschnitten, mit denen man - ähnlich wie mit einem Stift - schreiben konnte. Man begann sehr bald in England damit, diese Graphit-Stäbchen in Holz zu fassen. Damit waren sie handlicher, bruchstabiler und die Finger des Schreibers blieben sauber. 

Der Bleistift wurde unabhängig in Frankreich 1795 durch Conte und in Australien erfunden.

 

Die Produktion der Graphitmine beruht im wesentlichen auf zwei Grundstoffen, nämlich Graphit und Ton. Beide Materialien werden sehr fein gemahlen und dann vermischt, wobei die Homogenität und die Feinheit des Mahlguts die Voraussetzung für gute Qualität sind.

Der Härtegrad einer Mine ergibt sich aus dem Mischungsverhältnis von Graphit und Ton. Je höher der Graphitanteil, desto weicher die Mine, je höher der Tonanteil, desto härter die Mine. Die Härtegradbezeichnungen stammen aus England, da die ersten Graphitstifte dort hergestellt wurden, dabei steht der Buchstabe H für hard und B für black (engl.= schwarz- hoher Graphitanteil).

  

Heute

Im Großraum Nürnberg bestehen heute noch 6 Bleistiftfabriken, die fast alle auch noch selbst produzieren.

© Georg Büttner 14.06.2002

 

 

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