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Koolhaas, Rem ( 17.11.1944 in Den Haag

Rem Koolhaas, der in Indonesien aufwuchs und als Journalist und Drehbuchautor (z. B. für Russ Meyer) tätig war, fasste während der Pariser Studentenproteste 1968 dort den Entschluss, Architekt zu werden. Er studierte an der A. A. in London und bei Eisenman in New York. Koolhaas gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Theoretikern und erhielt 2000 den PritzkerPreis, da seine Architektur wegweisend für das neue Jahrhundert sei. Mit Madelon Vriesendonk, Zoe Zenghelis und Elia Zenghelis gründete er 1975 das Office for Metropolitan Architecture. In dem Buch "Delirious New York" (1978) erklärt Koolhaas die gewachsene (im Gegensatz zur geplanten, funktionalen) Stadt mit ihren Extremen und ihrer Zielstrebigkeit zum vielfältig Exzessiven zum positiven Leitbild der "Kultur der Ballung". Diese Ansichten brachten ihm den Posten des Chefplaners für Euralille ein (Lille 1988), wo er eine entsprechende Umsetzung seiner Theorien zu realisieren suchte und diese auch in das Innere des von ihm selbst gebauten riesigen Grand Palais (1991-1994) übertrug. Diese Aufgabe, der Masterplan für den Umbau eines Hafenteils von Rotterdam und die Vitalisierung der ehemaligen Schlafstadt Almere ließen seine Ansichten zur Stadtplanung reifen, die er 1995 im Buch "S, M, L, XL" präsentierte.

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