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Fischer von Erlach, Johann Bernhard (20.7.1656 in Graz-5.4.1723 Wien )

Fischer von Erlach lernte bei seinem Vater Bildhauerei und in Rom bei C. Fontana Architektur. Zurück in Wien, wurde er 1704 zum Hofarchitekten ernannt. Im Gegensatz zu von Hildebrandt war Fischer von Erlach stärker mit dem Sakralbau beschäftigt. Seine Bauten verbinden hochbarockes italienisches Vokabular mit dem des französischen Klassizismus. Longitudinal- und Zentralbau gehen in seinen elliptischen Grundrissen eine Synthese ein. Die Fassaden seiner Kirchen zeigen das Interesse an ein- und ausschwingender Dynamisierung. Seine bedeutendsten Profanbauten sind das Schloss Schönbrunn in Wien und die Bibliothek der Wiener Hotburg, die sein Sohn Joseph Emanuel vollendete. Als Architekturtheoretiker ("Entwurf einer historischen Architektur" 1721) hatte er an dem Aufleben ägyptischer und chinesischer Moden im Rokoko erheblichen Anteil.

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