<<


Brunelleschl, Filippo ( 1377 in Florenz t 15.4.1446 in Florenz)

Der Florentiner Goldschmied Brunelleschi steht mit seinem CEuvre am Anfang der Renaissance. Sowohl für die Skulptur (Wettbewerb zu den Bronzetüren des Baptisteriums 1402) und die Malerei (Erfindung der Zentralperspektive), als auch für die Architektur war sein Schaffen von immenser Bedeutung. Sein architektonisches Werk geht von der toskanischen Tradition, insbesondere der Florentiner Protorenaissance (Romanik, 11.12. Jh.) aus, woraus er ein reduziertes, völlig neues architektonisches System entwickelte.

Von der Dombaukommission wurde er 1404 als Gutachter gehört und von 1417 an arbeitete er an seinem Lebenswerk: der Florentiner Domkuppel. Während er hier noch an die älteren Planungen gebunden war, zeigt sich,das Findelhaus (1419) als deutlicher Bruch mit der ver-tikalisierenden Gotik. Bei der Alten Sakristei von San Lorenzo zieht das Renaissancevokabular in einen Zentralbau ein. Typisch ist der Kontrast heller Wandflächen und dunkler Vorlagen. Bei S. Maria degli Angeli entwickelte Brunelleschi bereits 1435 den mustergültigen Grundriss der Hochrenaissance.
 

kunstwissen.de

 
>