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Alberti, Leon Battista (14.2.1404 in Genua - April 1472 in Rom)

Alberti genoss eine humanistische Ausbildung in Padua und studierte Kirchenrecht in Bologna. Er beschäftigte sich mit Mathematik, Physik und Optik und trat zunächst als Schriftsteller in Erscheinung. Als Sekretär diente er verschiedenen Päpsten. In Florenz lernte er Brunelleschi sowie zentralperspektivische Werke Masaccios kennen. In Auseinandersetzung mit Vitruvs Traktat über Architektur verfasste er - wieder in Rom - den "Traktat über die Architektur" (ca. 1452), der Architekturtheorie mit staatsphilosophischen Betrachtungen verbindet.~ Diese Schrift war nicht nur Hintergrund seiner eigenen Bauten - die mustergültig für die Renaissance wurden -, sondern beeinflusste u. a. Palladio. Nach Brunelleschi suchte Alberti nun einen engeren Antikenbezug. Ebenso bedeutend war sein "Traktat über die Malerei" für Mantegna. Da er auch auf vielen anderen Gebieten tätig war, verkörperte er das Ideal des Universalgenies der Renaissänce.
 

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