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Velde, Henry Clemens van de ( 3.4.1863 Antwerpen -25.10.1957 Zürich)

Van de Velde begann als Maler in Nachfolge der Impressionisten, Gauguins und der Pointillisten und war Mitglied von Les XX. Nach einem physischen und psychischen Zusammenbruch 1890 beschäftigte er sich mit Architektur und Kunsthandwerk, wobei ihm das englische Arts and Crafts als Vorbild diente. 1896 richtete er vier Räume der Pariser Galerie von S. Bing ein, deren Name "L'Art Nouveau" auf den Stil überging. 1899 zog er nach Berlin, wo er im Umkreis der Kunstzeitschrift Pan" verkehrte. 1901 wurde van de Velde als Beirat für Industrie und Kunstgewerbe nach Weimar berufen, 1902 Dozent an der dortigen neuen Kunstgewerbeschule, die er 1906-1914 leitete. Schon in dieser direkten Vorgängerinstitution des Bauhauses wurde nach den Werkbund-Ideen gearbeitet und die Lehre reformiert. In van de Veldes Möbeln. und Bauten findet sich immer wieder die geschwungene Linie des Art Nouveau, in den Gesamtvolumen aber ein klarerer Aufbau, der den Architekten zum Bindeglied zum geometrischen Jugendstil werden lässt.

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