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International Style - Die klassische Moderne

 

Walter Gropius > Fagus-Werk< in Alfeld bei Hannover, 1911-14

Gerrit Rietveld >Haus Schröder< in Utrecht,1924

C.F.Murhy >Cicic Center< 1963-66, Chicago

K.Schwanzer >BMW-Verwaltungsgebäude< München,1970-72

 

In der Zeit um den 1. Weltkrieg wenden sich die Architekten kompromißlos vom Jugendstil und vom Historismus ab. Sie wollen der Industrie- und Großstadtgesellschaft angemessene, äußere Lebensbedingungen schaffen, indem sie zweckmäßige und funktionsbestimmte Bauten entwerfen. Diesen international Verbreitung findenden Baustil kennzeichnen Blockformen, weite, oft in durchgehenden Streifen angeordnete Fenster und einfacher Verputz ohne Verzierungen.

Art und Beschaffenheit der Baumaterialien bleiben weitgehend erkennbar. Die neuen Baustoffe Beton, Eisen und Glas, die allgemein Verwendung finden, erhalten künstlerischen Eigenwert. Skelettartige Konstruktionen aus Stahl und Stahlbeton bilden das Gerüst für nichttragende Wände aus Naturstein, Ziegel, Glas, Holz, Leichtmetall- oder Kunststoff-Fertigteilen. Gropius verlagert an der 1914 entworfenen Fagus-Fabrikhalle bei Hannover erstmals alle tragenden Bauelemente in das Innere des Gebäudes und kann dadurch die Außenwände fast ganz aus Glas gestalten (courtain wall).

Geistiges Zentrum der neuen Architektengeneration ist das von Gropius 1919 in Weimar gegründete Bauhaus das durch die Emigration seiner Vertreter in die USA nach dem 2ten Weltkrieg zum >International Style< wird, zum allgemeinen Baustil der westlichen Welt.

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