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Frühchristliche Kunst (200- 600 n. Chr.)

Die frühchristliche Kunst dient dem christlichen Kult im Imperium Romanum. In ihrem Mittelpunkt steht nicht mehr das Idealbild des Menschen, wie im klassischen Griechenland, oder das Machtdenken, das in den Standbildern, Siegessäulen und Triumphbögen des alten Rom zum Ausdruck kommt, sondern Christus, der Sohn Gottes und Erlöser der Welt.

Es bilden sich zwei Kirchentypen heraus: die Basilika und der Zentralbau.

Die Basilika entwickelt sich aus der gleichnamigen römischen Versammlungs-, Gerichts- und Markthalle. Ein breites, hohes Mittelschiff ist durch Säulenreihen an den Längsseiten von den schmaleren und niedrigeren Seitenschiffen getrennt. Die Säulenreihen stützen die Hochschiffwände, die einen nach unten offenen Dachstuhl tragen. Das Tageslicht dringt durch Fenster in der Hochschiffwand und in den Seitenschiffen ein. Die Apsis, eine halbkreisförmige Nische, schließt das Mittel schiff im Osten ab. Ihr gegenüber liegt das Portal.

Der vom antiken Rundtempel abgeleitete Bautyp des Zentralbaus konzentriert sich auf die Mitte des kreisförmigen oder vieleckigen Grundrisses. Der Zentralbau setzt sich vor allem im oströmischen Reich (Byzanz) durch. Zu einem prägenden Vorbild wird die Hagia Sophia in Konstantinopel ab Mitte des 8. Jahrhunderts herrscht die sog. Kreuzkuppelkirche vor. Im Abendland werden häufig Baptisterien (Taufkirchen) als Zentralbauten errichtet.

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