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ANTIKE
Einteilung der griech. Epochen / Griechischer Tempel 3-D /

Der Griechische Tempel-dorische Ordnung

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Stele- Trilith- Kolonnade

Megaron


Zusammenfassung
Der Tempelbau entwickelte sich im 8. und 7.Jh. v.Chr.aus dem Wohnhaus, dessen Grundform das rechteckige, das Licht nur vom Eingang her empfangende Megaron war. Dieses hatte eine Vorhalle mit zwei Säulen . Im Tempelbau oder wurde das Megaron mit einer Ringhalle von hölzernen Stützen umgeben (Peristase). Die Formen der urspr. aus Holz und Lehm errichteten Tempel wurden im späteren 7.Jh. auf Steinbauten übertragen. Die ältesten Bauten des seit Mitte des 6.Jh. ausgeprägten dorischen Stils waren schwer und gedrungen (Korinth, Ägina, Korfu). Ihre Giebel wurden mit plast. Bildwerken, die Metopen (Zwischenfelder) zw. den Triglyphen (Dreischlitze) des Architravs mit Reliefs geschmückt (so in Selinunt, 540-520). Als Baustoff diente verputzter Kalkstein, später Marmor. Säulen, Gebälk und Giebel wurden in feste Proportionen zueinander gebracht.

Der Tempel thematisiert sich im Grundriß als ideales Rechteck und vertritt im Aufriß eine Dreigliederung aus Basis(Unterwelt)- Säulen(menschl Welt)- Dachgiebel( Götterwelt) und ist der Wohnsitz der Statue eines Gottes. Der Altar befindet sich vor der Tempelfrontrampe, nicht im Gebäude. Die Bemaßung der Grundlinien erfolgt aus dem griech. Fußmaß zB. 100 Fuß= 33,88 m. Der größte und wichtigste Tempel ist das Parthenon in Athen, gefolgt vom Zeustempel in Olympia

Die Baukunst der klass. Zeit klärte und verfeinerte die allmählich leichter und schlanker werdenden Formen (Zeustempel in Olympia, 470-460; Parthenon, Athen, 448-432; Poseidontempel von Sunion, um 430, und von Paestum, um 450). Im 4.Jh. v.Chr. wurde der dor. Stil nur noch selten, in hellenist. Zeit kaum noch verwendet.

Von der ionischen Küste Kleinasiens ausgehend, entwickelte sich im 6.Jh. v.Chr. die fortan gültige Form des ionischen Volutenkapitells und mit ihm der ionische Stil, der schlanke Säulen von reich durchgebildeten Basen aufsteigen lässt, den Architrav in drei waagerechte Streifen gliedert und darüber mit einem Zahnschnittgesims schließt. In Ephesos und Samos entstanden Kolossaltempel mit doppeltem Säulenumgang (Dipteros). Der attisch-ionische Stil bildete eine reichere Kapitellform aus und den mit Skulpturen geschmückten, durchlaufenden Fries unter dem vorspringenden Gesims (Niketempel auf der Akropolis). Mit dem gegen Ende des 5.Jh. v.Chr. aufkommenden korinth. Kapitell, gebildet aus einem korbartigen Kern und Akanthusblättern, setzte sich im Laufe des 4.Jh. v.Chr. der korinthische Stil durch (Lysikratesdenkmal in Athen, 334).

In der Zeit des Hellenismus verbreitete sich die griechische Baukunst bis weit in den Orient hinein. Neue Aufgaben bot der prunkvolle Ausbau der unter den Diadochen gegründeten königl. Residenzen (Pergamon, Alexandria, Antiochia). In den Städten entstanden große Marktanlagen, die Hallen, Tempel und Rathäuser umfassten, ferner Theater, Bibliotheken (Alexandria, Pergamon), Palästren und Bäder.

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