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Malerei der 90er Jahre

Anfang der 90er Jahre gab es eher kaum nennenswerte Malerei.Kippenberger und Albert Oehlen überlebten als Post-Wilde weil sie Konzeptuell vorgingen.

Um 1992, tauchten mit Marlene Dumas, Peter Doig und Raymond Pettibon und Jeff Koons frische Positionen auf. Ab Mitte des Jahrzehnts traten mit Franz Ackermann, Michel Majerus Künstler auf den Plan, die Pop- Malerei mit installativen Momenten kombinierten. Stichworte wie Sampling, Copy & Paste oder Zappen kommen hier wortwörtlich zum Einsatz.

Mit Sicherheit war Majerus einer der ersten Maler, der effizient die digitalen Ressourcen von Photoshop für den Malereiprozess zu nutzen verstand. Auch die heraufziehende Bilderflut des Internets und deren unausschaltbare Allgegenwärtigkeit klingen in seinem Ressourcenkatalog bereits an. Insgesamt beschreibt sich hier eine sich anbahnende Aufgabenverschiebung in der Kunst, weg vom imaginativen Kreateur hin zum visuellen Management, das noch über einen oder mehrere funktionierende Relevanzfilter verfügt. Es zeigt sich eine Mixed-Media-Neugier an der medialen Welt. Der Einsatz verschiedener Bildherstellungsweisen von Siebdruck bis zu großformatigen Computerplots steht dabei für ein postmediales Displaybewusstsein, das für eine reine Malereiposition viel zu heterogen war und auch gern mal eine Ausstellungssituation komplett mit einer Halfpipe gefüllt hat.

In 50 Jahren mag man fälschlicherweise denken, dass Majerus eine historische interessante Position zwischen Abstraktem Expressionismus und Pop-Art war.

 


Literatur:

Links: Post Expressionismus , Post-Pop : Majerus, Kippenberger, Mike Kelley, Paul McCarthy

 

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